Ein Projektfilm macht ein Förderprojekt verständlich, wenn er nicht mit der Technik beginnt, sondern mit der Frage, die sich Bürgerinnen und Bürger stellen: Was habe ich davon? Der Projektfilm für Grenzflug+ erzählt deshalb einen Rettungseinsatz aus Sicht der Menschen, denen geholfen wird. Die Interviews mit allen sechs Projektpartnern liefern dazu die technischen und rechtlichen Fakten für Fördergeber und Politik. So erfüllt ein einziger Film zwei Aufgaben: Er dokumentiert das Projekt und schafft Akzeptanz in der Öffentlichkeit.
Grenzflug+ ist ein Forschungs- und Verbundprojekt aus der Grenzregion Deutschland, Belgien und Niederlande. Automatisierte Drohnen sollen Rettungskräften helfen, Einsatzgebiete schnell aus der Luft zu erkunden und vermisste Personen zu finden, auch über Landesgrenzen hinweg. Die Stadt Aachen hat uns im Namen des Konsortiums mit dem Projektfilm beauftragt. Wir haben die Storyline entwickelt, alle Partner durch Konzept, Interviews und Freigaben begleitet und den Film in drei Monaten umgesetzt.
Das Projekt auf einen Blick
| Auftraggeber | Stadt Aachen, stellvertretend für das Projektkonsortium Grenzflug+ |
| Konsortium | RWTH Aachen (Lehrstuhl und Institut für Flugsystemdynamik), Stadt Aachen, StädteRegion Aachen, TEMA Technologie Marketing AG, Vodafone, DFS Deutsche Flugsicherung |
| Filmtyp | Projektfilm mit Erklärfilm- und Imagefilm-Elementen, Interviews mit allen Projektpartnern |
Wer ist Grenzflug+?
Grenzflug+ ist ein Verbundprojekt zur Luftrettung mit Drohnen in der Euregio Maas-Rhein, dem Grenzgebiet von Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Von Januar 2022 bis Mai 2024 haben sechs Partner aus Forschung, Verwaltung und Wirtschaft daran gearbeitet, dass eine Flotte automatisierter, 5G-vernetzter Drohnen Einsatzgebiete grenzüberschreitend erkundet und vermisste Personen sucht. Die Luftbilder werden automatisch ausgewertet und über eine Virtual-Reality-Anwendung an die Einsatzkräfte übertragen.
Die Rollen im Konsortium sind klar verteilt: Das Institut für Flugsystemdynamik der RWTH Aachen entwickelt die Fluggeräte und die Missionssteuerung, die DFS Deutsche Flugsicherung sorgt dafür, dass Drohnen und bemannte Luftfahrzeuge sich nicht in die Quere kommen, Vodafone liefert die Datenverbindung, TEMA die VR-Anwendung. Stadt und StädteRegion Aachen bringen die Perspektive von Verwaltung und Rettungsdienst ein. Das Motto des Projekts: „Grenzenlos fliegen, grenzenlos retten.“
Was muss ein Erklärfilm für ein Förderprojekt leisten?
Ein Imagefilm oder Erklärfilm für ein Förderprojekt muss zwei Zielgruppen gleichzeitig überzeugen: Fördergeber und Politik, die einen Nachweis über die Projektergebnisse erwarten, und die Bevölkerung, die verstehen soll, warum das Projekt wichtig ist. Bei Grenzflug+ kam eine dritte Aufgabe hinzu: Sechs Projektpartner sollten gleichermaßen zu Wort kommen und präsent sein.
Förderprojekte müssen am Ende Rechenschaft ablegen. Meist geschieht das über einen Abschlussbericht, den außerhalb der Fachwelt kaum jemand liest. Ich habe diese Rechenschaft in Förderprojekten schon häufiger über einen Projekt-Imagefilm, auch Erklärfilm oder Projektfilm genannt, gelöst, weil er nicht nur für die Fördergeber wirkt, sondern gleichzeitig für die Öffentlichkeit. Bei Grenzflug+ war das besonders wichtig: Ein Projekt, das automatisierte Drohnen über Landesgrenzen hinweg fliegen lässt, braucht die Akzeptanz der Menschen, die dort leben. Und Akzeptanz entsteht erst, wenn man versteht, was ein Projekt tut und warum es wichtig ist.
Wie erklärt man ein komplexes Forschungsprojekt so, dass die Öffentlichkeit es versteht?
Ein komplexes Forschungsprojekt verstehen Bürgerinnen und Bürger dann, wenn der Imagefilm oder Erklärfilmnicht die Eigensicht der Projektpartner erzählt, sondern die Fragen aus ihrem Alltag beantwortet. Für den Projektfilm Grenzflug+ haben wir die Storyline deshalb weg von Technik, Rahmenbedingungen und Prozessen hin zum Nutzen für die Menschen entwickelt.
Die Storyline folgt drei Fragen, die sich jede Bürgerin und jeder Bürger stellt:
- Warum brauche ich das? Weil ich mich zum Beispiel im Grenzgebiet verlaufen kann. Oder damit die Feuerwehr unwegsames Gelände vorab aus der Luft sichten und den Rettungseinsatz besser planen kann.
- Was muss ich tun? Gar nichts außer den Notruf wählen. Deshalb beginnt unser Projektfilm in der Notrufzentrale, denn dort startet der Prozess. Ob die Grenzflug+ Drohne zum Einsatz kommt, entscheiden die alarmierten Einsatzkräfte.
- Wie hilft mir das Förderprojekt im Alltag? Der Projekt-Imagefilm zeigt, wie Rettungskräfte das Gelände mit der Drohne sichten, gemeinsam Entscheidungen treffen und dann gezielt zur Suche ausschwärmen. Damit die Zuschauer sehen, was die Drohne sieht, haben wir mit unserer eigenen Kamera-Drohne Luftaufnahmen aus ihrer Perspektive gedreht und zusätzlich die Grenzflug-Drohne im Flug gezeigt.
Am Ende steht kein Projektpartner, sondern eine Bürgerin mit dem Satz: „Ich fühle mich auf jeden Fall sicher und gut, wenn ich weiß, dass mir jederzeit geholfen werden kann, egal wo ich bin.“ Genau diese Wirkung soll ein Erklärfilm für ein öffentliches Projekt haben.
„Bei Förderprojekten ist die Versuchung groß, den Film aus Sicht der Projektträger zu erzählen: Technik, Rahmenbedingungen, Prozesse. Die meisten Zuschauer fragen sich aber vor allem: Was habe ich in meinem Alltag davon? Wer diese Frage beantwortet, erreicht alle anderen gleich mit.“ – Tom Wolt, Marketingberater & Regisseur
Wie bringt man alle Partner eines Verbundprojekts gleichermaßen in einem Imagefilm unter?
Alle Partner eines Verbundprojekts kommen in einem Imagefilm gleichermaßen vor, wenn Bilder und Interviews unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Im Projektfilm für Grenzflug+ erzählen die Bilder die Geschichte für die Bevölkerung, die Interviews mit allen sechs Partnern liefern die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Fördergeber und Politik.
Bei Förderprojekten mit mehreren Partnern ist das fast immer ein Thema: Alle wollen gleichermaßen etwas sagen und zu sehen sein. Wir haben deshalb jedem Partner ein eigenes Thema gegeben, das nur er erklären kann:
- Thomas Sprank, Kreisbrandmeister der StädteRegion Aachen: der Zeitvorteil für die Einsatzkräfte im Notfall und über Grenzen hinweg
- Dieter Moormann, Institutsleiter Flugsystemdynamik der RWTH Aachen: vollautomatische Fluggeräte, die keine Einsatzkräfte binden
- Dirk Heidermann, TEMA AG: die virtuelle Einsatzzentrale und VR-Technologie
- Douwe Lambers, DFS Deutsche Flugsicherung: sichere Integration in den Luftraum
- Sebastian Herbst, Vodafone: die Datenverbindung für Flüge außerhalb der Sichtweite
- Edelgard Bially, Stadt Aachen: der Mensch im Mittelpunkt
„Aus meiner Erfahrung mit Imagefilmen für Förderprojekte weiß ich: Die Kunst liegt in der Balance – von technischem Projekthintergrund & Nutzen für die Bevölkerung, aber auch von Interviews & Storytelling. Jedes Interview bekommt ein eigenes Thema und ungefähr gleich viel Zeit, der Sprechertext verbindet alles zu einer Geschichte, und der Film bleibt trotzdem kurz genug, dass ihn Menschen bis zum Ende ansehen.“ – Yvonne Schwalowski, Marketingberaterin & Filmproduzentin
Wie wir aus vielen Stimmen ein klares Filmkonzept für Interviews entwickeln:
Wie viel Aufwand bedeutet ein Projekt-Imagefilm für eine Kommune und ihre Projektpartner?
Der Projekt-Imagefilm Grenzflug+ bedeutete für die Stadt Aachen und die Projektpartner kaum zusätzlichen Aufwand. Die Abstimmungen liefen in den ohnehin bestehenden Jour-Fixes des Projekts, freigegeben wurden jeweils Konzept, Drehbuch und der fertige Film. Von der Anfrage bis zum fertigen Film vergingen rund vierMonate.
Unsere Ansprechpartnerin für die Organisation war die Stadt Aachen. Inhaltlich haben wir in regelmäßigen Feedbackrunden mit allen Beteiligten gearbeitet, und die Interviews haben wir mit jedem Partner einzeln geplant. So hatte jeder Partner Einfluss auf seine Rolle im Film, ohne dass zusätzliche Termine nötig waren.
Was hat der Projektfilm für Grenzflug+ bewirkt?
Der Projektfilm für Grenzflug+ hat das Konsortium überzeugt: Das Feedback aller Partner war sehr gut, und aus dem Projekt sind Folgeaufträge der Stadt Aachen, der RWTH Aachen und der StädteRegion Aachen entstanden, darunter ein neuer Imagefilm für die Feuerwehren.
Der Film richtet sich an alle Zielgruppen des Projekts zugleich: an Bürgerinnen und Bürger, an Fördergeber und Politik und an das Fachpublikum. Er läuft auf Deutsch mit eingebrannten Untertiteln. Eingesetzt wird er unter anderem auf der Website.
Für welche Förderprojekte lohnt sich ein Erklärfilm?
Ein Erklärfilm lohnt sich für alle Förder-, Forschungs- und Verbundprojekte, die ihre Ergebnisse nicht nur im Abschlussbericht, sondern auch vor der Öffentlichkeit zeigen wollen. Besonders wertvoll ist er, wenn ein Projekt Akzeptanz in der Bevölkerung braucht oder viele Partner gleichberechtigt sichtbar sein sollen.
Typische Auftraggeber für Projektfilme sind:
- Kommunen, Kreise und andere öffentliche Auftraggeber
- Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen
- Projektträger und Konsortien aus Wirtschaft und Wissenschaft
- Projekte, die von Bund, Land oder EU gefördert werden
Was können andere Förderprojekte vom Projektfilm für Grenzflug+ mitnehmen?
- Aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger erzählen, nicht aus Sicht der Projektträger: Was habe ich in meinem Alltag davon?
- Bilder und Interviews aufteilen: Die Bilder erzählen die Geschichte für die Öffentlichkeit, die Interviews liefern die Fakten für Fördergeber und Politik.
- Jedem Partner ein eigenes Thema geben, damit alle sichtbar sind und sich nichts wiederholt.
- Abstimmungen in bestehende Jour-Fixes legen, damit der Film keinen zusätzlichen Aufwand erzeugt.
- Nachweis und Öffentlichkeitsarbeit in einem Film bündeln, statt beides getrennt zu lösen.
Unsere Leistungen für Grenzflug+
- Beratung und Konzeption: Zielgruppen, Botschaften, Rolle jedes Projektpartners
- Storyline aus Bürgersicht und Drehbuch
- Abstimmung mit allen sechs Partnern in den Projekt-Jour-Fixes, Freigabeprozess für Konzept, Drehbuch und Film
- Interviewplanung und Interviewführung mit allen Projektpartnern
- Sprechertext
- Dreh in der Notrufzentrale und bei den Einsatzkräften
- Luftaufnahmen mit eigener Drohne
- Schnitt, Ton und eingebrannte Untertitel
Häufige Fragen zum Projektfilm für Förderprojekte
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Wir beraten Sie gern, wie Ihr Projekt Fördergeber, Politik und Öffentlichkeit gleichermaßen erreicht. Unverbindlich und auf Augenhöhe.
Yvonne Schwalowski · +49 2251 773 99 66 · office@pathfinder-studios.de
