Industriefilm – Alles was Unternehmen wissen müssen

Unternehmensporträt Professionalität
Worker welding iron. Protective suit and mask on. Workshop interior.

Industriefilme werden immer beliebter. Viele produzierende Unternehmen haben komplexe Prozesse, die sich nur schwierig erklären lassen oder viel Zeit von Vertriebsmitarbeitern beanspruchen. Auch das Recruiting ist für Industrieunternehmen ein großes Thema. Lesen Sie hier, was einen Industriefilm ausmacht und worauf Sie achten sollten.

Der Industriefilm kann, zielorientiert produziert, auf verschiedene Art und Weise eingesetzt werden. Was genau ein Industriefilm ist und wie man ihn verwenden kann, können Sie hier nachlesen.

Was ist ein Industriefilm?

Ein Industriefilm ist eine Unterform des Unternehmensfilms, der betriebliche Prozesse, Inhalte und Abläufe beschreibt. Im Gegensatz zum Imagefilm liegt beim Industriefilm der Fokus nicht auf Emotionen und Persönlichkeit, sondern auf Fakten und Prozessen. Industriefilme sind daher vor allem für die interne Kommunikation nützlich, zum Beispiel um Mitarbeiter zu schulen, Stakeholder zu informieren oder eigene Abteilungsziele zu erklären und durchzusetzen.

Industriefilme werden oft für interne und externe Ziele produziert. So kann ein Industriefilm interne Prozesse erklären und ersetzt so zum Beispiel einen langen, sonst schriftlichen, Produktionsleitfaden. Das spart Zeit, macht mehr Spaß und hilft Mitarbeitern, sich Dinge besser einzuprägen. Eine andere Verwendungsart ist zum Beispiel die Einweisung in gewisse Bereiche, denn ein jeder Mitarbeiter oder Besucher des Industriegelände muss instruiert werden. Warum nicht das Ganze über einen Film erklären und nicht immer den zuständigen Kollegen aus der Arbeit reißen.

  • im Gegensatz zum Imagefilm ist ein Industriefilm eher rational und auf Fakten konzentriert (statt emotional)
  • Beschreibt Prozesse, Inhalte und Abläufe
  • vor allem für die interne Kommunikation: Mitarbeiterschulung, Stakeholder-Information, Abteilungsziele
  • Spart Kosten und Ressourcen ein
  • Profiliert Abteilungen, dient als Best-Practice Beispiel

Industriefilm vs. Imagefilm

Oft fragen sich Kunden, wo genau der Unterschied zwischen einem Imagefilm und einem Industriefilm liegt. Ganz klar: der Industriefilm vermittelt die Informationen auf rein sachlicher Ebene.
Der Imagefilm hingegen will gezielt ein Image aufbauen, d.h. Emotionen, Werte und Botschaften vermitteln. Dabei treten sachliche Informationen eher in den Hintergrund.

In einem Imagefilm wird also eine emotionale Beziehung zwischen Zuschauer und Unternehmen aufgebaut, das passiert vor allem über Menschen und Interaktion. Nicht ganz so stark wie in der Werbung, aber es geht in dieselbe Richtung. Wenn Sie ab und zu fernsehen, erkennen Sie bestimmt sofort, wenn auch unterbewusst, das Gesicht vom “1&1 Mann”, oder von “Dr. Hipp” aus der Babynahrung-Werbung. Genau dasselbe passiert beim Imagefilm.

Beispiel für einen Imagefilm:

Beispiel für einen Industriefilm:

  • Ein Imagefilm vermittelt auf emotionaler Ebene
  • Imagefilm zeigt Menschen, Kompetenzen und emotionale Werte
  • Der Industriefilm vermittelt auf sachlicher Ebene
  • Industriefilm zeigt Prozesse, Inhalte und Abläufe des Unternehmens

Wofür kann man einen Industriefilm einsetzen?

Industriefilme werden hauptsächlich intern eingesetzt, also für eigene Mitarbeiter und Stakeholder. Auch, weil Industriefilme häufig konkrete Produktionsprozesse und sensible Geschäftsgeheimnisse darstellen. Je nach Inhalt und Schwerpunkt kann ein Industriefilm – oder Teile davon – aber auch zur externen Kommunikation eingesetzt werden.

Prozesse abbilden und erklären

Ein Industriefilm erklärt überwiegend Produktionsprozesse. Das kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen. Auf der einen Seite kann so ein Film als Lehr- und Ausbildungsfilm für Azubis und neue Mitarbeiter (nach der Einstellung) genutzt werden, um interne Prozesse zu erklären. Diese geben den Betrachtern einen Einblick in das ‘Wie’. Das erspart Ihnen einige Zeit und Arbeit zur Schulung Ihrer Mitarbeiter. Auf der anderen Seite kann so ein Film genutzt werden, um Ihr Produkt für den Kunden anschaulich darzustellen und ihm den Prozess und die Funktion näherzubringen. (Hier sprechen wir jedoch in der Regel von Erklärvideos.)

Mitarbeiter schulen und mitnehmen

In produzierenden Industrieunternehmen sind die einzelnen Abteilungen häufig stark voneinander getrennt, sodass die Verwaltung (z.B. Vertrieb, Einkauf und Marketing) selten weiß, wie genau die Produktion arbeitet, und anders herum. Da passiert es schnell einmal, dass der eine nicht weiß, was der andere tut. Dennoch ist es, gerade für den Vertrieb der Produkte, entscheidend zu wissen, wie die Produkte hergestellt werden und komplexe Prozesse innerhalb des Unternehmens funktionieren. Industriefilme eignen sich also hervorragend, um Mitarbeiter regelmäßig zu schulen und alle Abteilungen auf einen Stand zu bringen. Spätestens, wenn eine Neuerung ansteht, lohnt sich ein Industriefilm enorm.

Stakeholder informieren

Industriefilme werden ebenfalls häufig eingesetzt, um Stakeholder über Prozesse und -neuerungen zu informieren. Da es sich hierbei fast immer um Fachpublikum handelt, kann der Industriefilm auch mehr auf Technik, Zusammenhänge und Fakten eingehen als beispielsweise ein Imagefilm, der die breite Bevölkerung anspricht.

Zur Stakeholder-Kommunikation zählt sowohl das Reporting “nach oben”, zum Beispiel, wenn die nationale oder internationale Leitung oder wichtige Partner zu Besuch kommen. Aber auch die Kommunikation “nach unten und außen”, zum Beispiel, um Lieferanten auf die eigenen Prozesse, Qualitätsstandards und Abläufe hinzuweisen. Ein Industriefilm trägt immer zur Veranschaulichung der internen Qualitätssicherung und des guten Prozess-Managements bei.

Sekundäre Einsatzgebiete: PR, HR und Marketing

Ein Industriefilm ist in der Regel sehr technik- und faktenbasiert. Er richtet sich an ein Fachpublikum und ist daher nur bedingt für die externe Kommunikation mit Kunden, Bewerbern oder der Öffentlichkeit geeignet. Dennoch kann ein Industriefilm – oder Teile davon – auch für die Öffentlichkeitsarbeit (PR), für Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding (HR) oder klassisches Marketing verwendet werden.

Jedoch sollten alle folgenden Beispiele nur sekundär in Betracht gezogen werden, damit der eigentliche Zweck des Industriefilms nicht verloren geht. Sollte für Sie die externe Kommunikation doch wichtiger sein, ist vielleicht ein Imagefilm das Richtige für Sie.

  • Öffentlichkeitsarbeit (PR)
  • Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding (HR)
  • klassisches Marketing
  • Messeauftritte
  • Social Media und Webseite

Messen und Veranstaltungen

Ein Messefilm zieht Kunden zum Messestand oder visualisiert auf dem Messestand einzelne Prozesse. Je nach Ausführung kann ein Industriefilm oder Teile davon hierfür genutzt werden. Er ersetzt jedoch keinen vollwertigen Messefilm, der eigens zu diesem Zweck produziert wurde, und dieses Ziel vollumfänglich erreicht.

Azubis rekrutieren

Recruiting Filme zeigen potenziellen Mitarbeitern und Bewerbern die alltäglichen Abläufe und machen die Arbeitsstelle bzw. das Unternehmen damit attraktiv. Durch die technische Ausgestaltung kann ein Industriefilm oder Teile davon auch zu Recruitingzwecken verwendet werden. Jedoch wird er nicht den Grad der Atttraktivitätssteigerung für Azubis und Bewerber erreichen, die ein gezielter Recruiting-Film erreicht.

Fachkräfte rekrutieren

Ebenso wie der Azubifilm zählt auch der Fachkräftefilm zu der Gattung Recruiting. Jedoch unterscheiden sich die beiden Filme erheblich in ihrem Fokus und der Ansprache. Während man bei Azubis auf eine moderne Ansprache und Weiterbildungsmöglichkeiten eingeht, so spricht man bereits gelernte Fachkräfte eher mit Unternehmenswerten und bestehenden Prozessen an. Auch hier kann ein Industriefilm in Teilen helfen.

Webseite beleben

Die Webseite wird immer wichtiger, und Webseiten mit Video-Content haben um bis zu 300% bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen wie Google. Wenn Ihr Industriefilm also nicht zu geheime Prozesse und Einstellungen zeigt, können Sie ihn zusätzlich auf Ihre Internetseite stellen, um erste Einblicke zu geben. Sollte Ihre Webseite einen höheren Stellenwert haben als Ihre internen Prozesse, empfehlen wir Ihnen stattdessen einen Imagefilm oder ein Webvideo.

  • Ein Industriefilm ist vielfältig einsetzbar
  • Kann verschiedene Zielgruppen ansprechen: Azubis, Fachkräfte, Neukunden etc.
  • Sorgt, wenn er gezielt eingesetzt wird für Einsparungen im Vertrieb
  • Verbessert den Auftritt nach außen 

Wie entsteht ein Industriefilm?

Ein Industriefilm setzt sich wie jeder andere Unternehmensfilm aus der Vorproduktion, der Drehabwicklung und der Nachproduktion zusammen. Je nach Schwerpunkt wird mehr oder weniger Zeit für den Dreh bei Ihnen vor Ort eingesetzt und zusätzlich mit mehr oder weniger stark ausgeprägten Animationen ergänzt.

Vorproduktion

In der Vorproduktion wird die Filmproduktion ein detailliertes Briefing mit Ihnen machen, bei dem alle Einzelheiten besprochen werden. Gerade beim Industriefilm kommt es sehr oft vor, dass dieses Briefing mit einer Werksbegehung, also einem Locationscouting, zusammenhängt. So kann sich die Produktion direkt einen Einblick über die Größe des Unternehmens machen und dieses im Drehplan berücksichtigen (Umbauzeiten, Wechsel innerhalb der Industriehallen, etc.). Nach dem Briefing wird ein Drehbuch erstellt, also der Text, der später von einem Sprecher oder über O-Töne von z.B. Mitarbeitern oder Kunden eingesprochen wird.
Sobald das Drehbuch feststeht und alle in das Konzept eingeweiht sind, kann es mit dem Dreh losgehen.

Drehabwicklung

Das Filmteam bringt für den Dreh alles mit, was für den Film benötigt wird. Licht, Ton, Kameras, Stative. Gute Filmproduktionen haben ein spezielles Team für Industriedrehs, welches spontan und kreativ agieren kann und sich mit Industrieprozessen auskennt, also zum Beispiel Schichtsystemen, Pausenzeiten und Produktionsabläufen.

Meine Empfehlung: Fragen Sie bei Ihrer Filmproduktion nach Luftaufnahmen an. Industrieunternehmen eignen sich prima für Indoor und Outdoor Luftaufnahmen. Das vermittelt die Unternehmensgröße und ist einfach beeindruckend! 

Nachproduktion

In der Nachproduktion, auch Postproduktion genannt, wird alles zusammengeführt. Der erste Schritt ist der Rohschnitt des Films, meist mit einem temporären Sprecher, der Ihnen einen ersten Eindruck gibt, wie sich der Text zu den Bildern anfühlen könnte. Bei dem Rohschnitt haben Sie die Möglichkeit, Änderungen und Wünsche an die Filmproduktion weiterzugeben, welche danach umgesetzt werden und der Film finalisiert werden kann. Außerdem werden in der Nachproduktion eventuell notwendige Grafiken, Animationen und Visualisierungen eingesetzt, wahlweise in 2D oder 3D, stilisiert oder realistisch.

Ihr Filmprojekt bekommt daraufhin eine Farbkorrektur, Sounddesign und die Einblendungen von Logos, Bauchbinden etc. Ét voila!

  • Der Film setzt sich aus Vorproduktion, Dreh und Nachproduktion zusammen
  • Die Anzahl der Drehtage ist von der Größe des Unternehmens und des Ziels abhängig
  • Die Luftaufnahmen können einem Industriefilm das gewisse Etwas verleihen

Beispiele, wie ein Industriefilm aussehen könnte:

Luftaufnahmen beim Industriefilm

Hier sind wir uns alle einig: Luftaufnahmen sind beeindruckend. Gerade bei einem Industriefilm können Luftaufnahmen den Film enorm aufwerten und Ihrem Unternehmen die Größe verleihen, die es besitzt. Mit Luftaufnahmen kann man alles sichtbar machen, was Bodenaufnahmen nur bis zu einem gewissen Grad aufnehmen können.

Indoor Luftaufnahme einer Industriehalle
Luftaufnahme Indoor
Outdoor Luftaufnahme eines Industrieunternehmens
Luftaufnahme Outdoor

In Industrieunternehmen gibt es oft große, schwere Geräte, deren Arbeit durch eine Lichtschranke unterbrochen werden kann. Das heißt, Filmkameras können nicht immer nah genug dran, um das komplette Geschehen zu filmen. Auch hierfür sind Luftaufnahmen eine tolle Alternative, um auf Aufnahmen des Geräts nicht verzichten zu müssen. Die Drohne kommt von oben oft besser dran und schafft neue Blickwinkel.

Luftaufnahmen einer Stadt im SonnenuntergangIn unserem Artikel “Was dürfen professionelle Luftaufnahmen kosten?” lesen Sie alles rund um Luftaufnahmen: Erforderliche Genehmigungen, Einsatzgebiete, Tipps und Warnungen. 

Wann und wie sollten Sie einen Industriefilm produzieren?

Wenn Sie einen Industriefilm beauftragen wollen, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Wenn Sie bereits von einer Werbeagentur beraten werden, kann diese Ihre erste Anlaufstelle sein. Viele Werbeagenturen haben Filmpartner, aber Achtung: die Filmproduktion muss auch zu Ihnen und Ihrer Branche passen.

Zusätzlich können Sie im Internet auch selbst nach geeigneten Filmproduktionen suchen und Angebote anfragen. Im besten Fall hat die Filmproduktion jahrelange Erfahrung und ein gutes Level an Sympathie. Es ist immer am besten, wenn Sie mit einem Team zusammenarbeiten, mit dem Sie sich verstehen, denn dann lassen sich Ihre Ziele viel einfacher erreichen.

Wer produziert Industriefilme – Filmproduktion oder Werbeagentur?

Man kann seinen Industriefilm von drei Instanzen produzieren lassen:

  1. Filmproduktionen
  2. Agenturen
  3. Videografen

Filmproduktion

Der beste Ansprechpartner für einen Industriefilm ist die Filmproduktion. Sie können direkt, ohne einen Vermittler in der Mitte, mit dem Ansprechpartner kommunizieren. Das bewährt sich auf beiden Seiten: keine Missverständnisse, klare Strukturen und ein einfacher Kommunikationsweg mit direktem Feedback vom Experten.

Die Filmproduktion bringt neben Kreativität und Know-How die nötigen Kompetenzen im Bereich Projektmanagement, Rechtemanagement und Beratung mit.

Eine Filmproduktion bietet Full-Service von der Konzeption bis hin zur kompletten Umsetzung und Vermarktung des Films und ist währenddessen immer Ihr direkter Ansprechpartner auf Augenhöhe.

Werbeagentur

Die meisten Werbeagenturen haben Film mit in ihr Portfolio aufgenommen. Sie produzieren diese allerdings meistens nicht selbst, sondern kooperieren mit Filmproduktionen.

Agenturen sind Marketeers, Unternehmer und Profis in der Werbung. Sie arbeiten täglich mit Unternehmen zusammen und kennen die Zielgruppe und können Marketingmaßnahmen gezielt formulieren und auf bisherige Maßnahmen anpassen.

Werbeagenturen sind Vermittler zwischen Unternehmen und Filmproduktion und funktionieren während der ganzen Projektzeit als Sprachrohr des Kunden. In eigenen Fällen übernimmt die Agentur das Drehbuch und lässt die Filmproduktion auf Basis dessen den Film erstellen. Sie trägt jederzeit die Zielgruppenbrille und hat den zeitlichen Überblick über die Produktion.

blog_filmproduktion_agentur_titleFilmproduktion oder Werbeagentur? Die wichtigsten Vor- und Nachteile lesen Sie in unserem Artikel: “Aufgaben einer Filmproduktion.”

Videografen und Freelancer

Kameramänner, Texter, Tonmeister oder Sounddesigner – alle diese sind Freelancer und sind ein großer Teil einer jeden Filmproduktion. Ich garantiere Ihnen, dass bei nahezu jeder Produktion mindestens ein Freelancer beteiligt ist. Sie sind kreativ, erfahren und Experten auf ihrem Gebiet.

Eine Alternative zur Filmproduktion oder Werbeagentur können Sie selber Videografen und Freelancer für Ihren Industriefilm beauftragen. Sie sind meist deutlich günstiger und erstellen ein gutes Endprodukt. Allerdings müssen Sie drei Dinge beachten: Professionalität, Qualität und Service.

Videografen und Freelancer sind sehr kreativ und wie gesagt, Experten auf ihrem Gebiet. Jedoch ist genau das meistens der springende Punkt, es handelt sich oft um eine One-Man-Show, was so viel bedeutet wie, eine Person macht alles. Sie sind oft schneller überlastet und es kann zu Verzögerungen des Liefertermins Ihres Films kommen.

Seltener kümmern sich Videografen und Freelancer um den oben angesprochenen Service, darunter fällt das Rechtemanagement inkl. Drehgenehmigung oder Aufstiegsgenehmigungen bei Luftaufnahmen.

Achtung: Künstlersozialkasse (KSK)
Wenn Sie einen Freelancer oder Videografen beauftragen, muss eine gewisse Prozentzahl der Nettogage an die Künstlersozialkasse abgetragen werden. Sie beläuft sich im Jahr 2019 auf 4,2%. Betroffen davon sind nahezu alle kreativen Schöpfer: Designer, Texter, Kameramänner, Regisseure, etc. Die KSK wird automatisch am Jahresende abgerechnet, selbst wenn der Kreative kein Mitglied der Künstlersozialkasse ist. Ausgenommen davon sind Kapitalgesellschaften, auf deren Rechnung keine Abgaben anfallen.

Wie viel kostet ein Industriefilm?

Um die Kosten eines Industriefilms festmachen zu können, ist die Intention des Films entscheidend. Lassen Sie mich das an einem Beispiel erklären: wenn Sie gerne die Größe Ihres Unternehmens in dem Film zeigen möchten, muss die Filmproduktion durch alle Hallen, um genau dies einzufangen. Das kann mehrere Drehtage dauern, bis alles abgefilmt ist. Geht es jedoch um den Prozess einer einzigen Maschine, kann ein Drehtag ausreichend sein.

Interne Kosten

Bei der Vorproduktion des Films kann man mit circa 1.000-2.000 Euro rechnen, inkl. Briefing, Locationscouting und Drehbuch, sowie Rechtemanagement.
In der Drehabwicklung ist, wie schon erklärt, die Anzahl der Drehtage der ausschlaggebende Punkt. Einen durchschnittliches Industrieteam hat eine Größe von circa 3-5 Personen und besteht meist aus Produktion, Kameramann, Set-Assistenz, Regie und/oder Redakteur. Man kann bei einem Drehtag mit circa 1.500-3.500 Euro pro Tag rechnen – je nach Aufwand, Umsetzung und Komplexität des Projektes.
Die Postproduktion setzt sich aus Farbkorrektur, Sounddesign und Einblendungen zusammen. Sie wird meist pro Tag abgerechnet und liegt je nach Länge des Films bei circa 800-1.500 Euro pro Tag.

Externe Kosten

Neben den internen Kostenstellen der Filmproduktion, spielen auch die externen Kosten eine große Rolle in der Kalkulation. Wie zum Beispiel der Sprecher für die Vertonung Ihres Films oder die Musik. Da kommen, je nach Bekanntheit des Sprechers und Auswertung (Messe, Kino, TV), zwischen 1.200 – 2.000 Euro auf Sie zu.

Die Auswertung spielt insofern eine Rolle, dass externe Kosten nach dem sogenannten Buyout (Definition Buyout = die Veräußerung aller Rechte an einem Werk gegen ein pauschales Honorar) mit der Filmproduktion verhandeln. Das Buyout berechnet sich nach dem Augenprinzip, je mehr Augen den Film potentiell sehen, desto teurer ist diese Auswertungsart.

  • Der Film setzt sich aus internen und externen Kosten zusammen
  • Externe Kosten werden vor allem über die Auswertung bestimmt

Wie schnell rentiert sich ein Industriefilm?

Wenn ein Film richtig gemacht ist, ist er keine Ausgabe, sondern eine Investition, die sich sogar mehrfach für Sie auszahlen kann.

Wir haben hier zwei Beispiele für Sie berechnet an denen Sie genau das erkennen können:

Variante 1: Mehr Umsatz durch Film
Teilen Sie Ihren durchschnittlichen Projektumsatz durch die Filmkosten:
Beispiel: Projektumsatz = 10.000 €. Filmkosten = 10.000 €.
> Der Film rentiert sich ab dem 1. zusätzlich gewonnenen Projekt.

Variante 2: Weniger Kosten durch Film
Ziehen Sie Ihren eingesparten Stundenaufwand von den Filmkosten ab:
Beispiel: Arbeitsersparnis pro Lead durch Film = 1 Std. à 50€. Filmkosten: 5.000 €.
> Der Film rentiert sich ab 100 Leads.

Die drei Kernkompetenzen eines Industriefilms

Qualität

Die Qualität zeichnet sich durch kreativ-dynamische Perspektiven der industriellen Prozesse aus. Hochwertige Objektive und 4K-Kameras, aber auch 3D Animationen und CI-konforme Grafiken sorgen auf der technischen Seite für High Quality.

Präsentation

Den Zuschauer an Orte bringen wo er bei einer Werksbesichtigung nicht sein kann. Detailaufnahmen oder Zeitlupen und Zeitraffereinsatz können im Film Qualität und Know-How ihres Unternehmens auf ein neues Level bringen.

Information

Tabellen und Grafiken Leben einhauchen ist die Aufgabe des Industriefilms. Zahlen und Fakten durch starke Bilder und Emotionen zeitgemäß visualisieren.

Fazit: Industriefilm

Ein Industriefilm kann, richtig produziert und gut vermarket, ein starkes Instrument für die interne Kommunikation – und bedingt auch für die externe Kommunikation – sein, und nicht nur Mitarbeiter schulen, Prozesse abbilden und Kosten einsparen, sondern im Bestfall auch neue Kunden gewinnen, sondern auch Kosten einsparen.

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