Firmenfotos und Corporate Photography veralten selten von heute auf morgen. Aber in jedem Unternehmen gibt es schleichende Anzeichen. Die gute Nachricht: Es gibt klare Momente, an denen sich ein Update der Unternehmensfotos wirklich lohnt.
Das Problem: Im Alltag fallen veraltete Unternehmensfotos kaum auf, denn man sieht die eigene Website selten mit fremden Augen. Aber für Kunden und Bewerber ist ein Foto oft der erste Eindruck von Ihrem Unternehmen.
Bei Pathfinder Studios begleiten wir seit 18 Jahren Unternehmen aus Industrie, Mittelstand und öffentlicher Hand mit Unternehmensfilm und Firmenfotografie. Bei über 450 Kunden haben wir immer wieder dieselben acht Momente beobachtet, in denen Bilder plötzlich nicht mehr zur Wirklichkeit passen. Nummer 8 passiert häufiger, als Sie denken!
Inhaltsverzeichnis
- Wann Firmenfotografie veraltet – 8 Indizien
- 1. Ihr Corporate Design hat sich verändert
- 2. Die Geschäftsführung hat gewechselt
- 3. Das Team auf der „Über uns“-Seite gibt es nicht mehr
- 4. Neue Maschinen, neue Produkte – alte Präsentation
- 5. Die Website bekommt einen Relaunch, die Bilder nicht
- 6. Ein Jubiläum steht an
- 7. Die Stellenanzeigen zeigen eine Arbeitswelt, die es nicht mehr gibt
- 8. Das Unternehmen hat einen neuen Standort
- Praxisbeispiel: Wie die Hoesch Group Imagefilm und Firmenfotos aktualisierte, anstatt sie zu ersetzen
- Selbst-Check: Wie aktuell sind Ihre Firmenbilder?
- Fazit: Kleine Updates, große Wirkung
- Häufige Fragen zur Firmenfotografie
Wann Firmenfotografie veraltet – 8 Indizien
1. Ihr Corporate Design hat sich verändert
Neues Logo, neue Hausfarbe, neue Schrift – oder schlicht ein Relaunch der Webseite. Das Ergebnis: Die neue Internetpräsenz sieht frisch aus, aber die Fotos darauf zeigen noch Arbeitskleidung, Fahrzeuge und Schilder im alten Look. Das wirkt, als wäre der Relaunch nur halb fertig geworden.
Woran Sie den Bedarf bemerken: Auf Ihren Fotos taucht das alte Logo auf, etwa auf Polo-Shirts, Firmenwagen oder am Gebäude.
Was Sie tun können: In den meisten Fällen empfehlen wir, neue Fotos und Sequenzen für den Imagefilm oder Recruitingfilm aufzunehmen. In einigen Fällen lohnt es sich auch, das Logo digital zu ersetzen.
Tipp: Planen Sie das Shooting am besten direkt nach dem Rollout der neuen CI ein, sobald Kleidung, Beschilderung und Fahrzeuge umgestellt sind.
2. Die Geschäftsführung hat gewechselt
Eine neue Geschäftsführung steht für eine neue Richtung. Wenn auf der Website, in Pressemitteilungen und auf LinkedIn noch Bilder der Vorgänger kursieren, entsteht ein widersprüchliches Bild. Gerade Journalistinnen und Geschäftspartner greifen oft auf vorhandenes Material zurück.
Woran Sie den Bedarf bemerken:
- Die Presse fragt nach Fotos und Sie haben nur Handy-Bilder oder das Passfoto aus der Personalakte.
- Sie fügen die Porträtfotos der neuen Geschäftsführung auf der Webseite ein und stellen eine Diskrepanz zwischen „alten“ und „neuen“ Fotos fest.
Tipp: Lassen Sie neben dem klassischen Businessporträt auch Arbeitssituationen fotografieren: im Gespräch, in der Produktion, mit dem Team. Diese Bilder wirken am Natürlichsten und werden am Häufigsten genutzt.
3. Das Team auf der „Über uns“-Seite gibt es nicht mehr
Die Ansprechpartnerin aus dem Vertrieb ist längst woanders. Drei neue Kollegen haben gar kein Foto. Ein Platzhalter-Avatar steht neben echten Porträts. Für Kunden ist das ein kleines Detail mit großer Wirkung: Es sieht nach Stillstand aus – oder verschlafenem Außenauftritt.
Woran Sie den Bedarf bemerken:
- Sie müssen bei Anfragen erklären, dass die Person auf der Website nicht mehr zuständig ist.
- Ihre Team-Seite wirkt uneinheitlich oder lückenhaft.
Was Sie tun können: Entscheiden Sie, welche Mitarbeiter:innen Sie auf der Webseite zeigen wollen. Sammeln Sie alle neuen Kolleginnen und Kollegen und vereinbaren Sie einen gemeinsamen Fototermin, anstatt jede Person einzeln fotografieren zu lassen.
Tipp: Legen Sie gemeinsam mit dem Fotograf oder der Filmproduktion für Ihre Mitarbeiterfotos einen festen Bildstil fest (Hintergrund, Licht, Bildausschnitt). Dann lassen sich neue Kolleginnen und Kollegen später mit einem kurzen Nachtermin ergänzen, ohne dass es zusammengewürfelt wirkt.
4. Neue Maschinen, neue Produkte – alte Präsentation
Sie haben investiert: in eine neue Fertigungslinie, ein Labor, einen Showroom. Gerade diese Investitionen zeigen, wie innovativ und leistungsfähig Ihr Unternehmen heute ist. Auf den Bildern ist davon oft nichts zu sehen.
Woran Sie den Bedarf bemerken: Im Vertriebsgespräch erzählen Sie stolz von der neuen Anlage, aber in der Präsentation ist ein Foto der alten.
Was Sie tun können: Notieren Sie die Investitionen der letzten Jahre: Anlagen, Räume, Produkte. Prüfen Sie, ob sie auf der Website, in Vertriebspräsentationen und am Messestand vorkommen. Was fehlt, gehört auf die Motivliste.
Tipp: Industriefotografie braucht Vorbereitung: Sicherheitsvorgaben, Produktionsplanung, Licht in großen Hallen. Stimmen Sie den Termin früh mit der Produktionsleitung ab.
5. Die Website bekommt einen Relaunch, die Bilder nicht
Ein neues Design mit alten Fotos ist wie ein neuer Anzug mit ausgetretenen Schuhen. Moderne Websites arbeiten mit großen Bildflächen, Bannern und Querformaten. Alte Fotos sind dafür oft zu klein, im falschen Format oder schlicht zu dunkel.
Woran Sie den Bedarf bemerken: Die Agentur fragt nach höher aufgelösten Bildern oder greift zu Stockfotos.
Was Sie tun können: Machen Sie vor dem Relaunch eine Bestandsaufnahme. Welche Bilder werden übernommen, welche sind Stockfotos, welche Motive fehlen ganz? Daraus entsteht eine Motivliste, die Webdesigner und Fotograf gemeinsam abstimmen.
Tipp: Planen Sie das Shooting parallel zum Webdesign. Wenn das Layout steht, wissen Fotograf und Designer genau, welche Formate gebraucht werden.
6. Ein Jubiläum steht an

10, 25, 50 oder 100 Jahre sind ein Anlass, auf den Sie lange hinarbeiten. Jubiläen sind ideal, um Geschichte und Gegenwart zu zeigen: alte Archivbilder neben aktuellen Aufnahmen derselben Orte und Menschen.
Woran Sie den Bedarf bemerken: Die Festschrift oder die Jubiläumsseite ist in Planung, und es fehlen aktuelle Motive.
Was Sie tun können: Sichten Sie frühzeitig Ihr Archiv. Suchen Sie Motive, die sich heute nachstellen lassen: dieselbe Halle, derselbe Blickwinkel, das Team von heute. Solche Gegenüberstellungen machen Geschichte sichtbar.
Tipp: Kombinieren Sie das Jubiläumsshooting mit Mitarbeiterporträts und Arbeitsszenen. So entsteht Material, das Sie noch Jahre nach dem Fest nutzen.
7. Die Stellenanzeigen zeigen eine Arbeitswelt, die es nicht mehr gibt
Bewerber schauen genau hin. Sie wollen wissen, wo sie arbeiten werden und mit wem. Wenn die Karriereseite Großraumbüros zeigt, die längst umgebaut sind, oder Kollegen, die nicht mehr da sind, merkt das spätestens beim Vorstellungsgespräch jeder.
Woran Sie den Bedarf bemerken: Bewerber sagen im Gespräch „Ich hatte mir das anders vorgestellt“.
Was Sie tun können: Schauen Sie sich Ihre Karriereseite mit den Augen einer Bewerberin an. Fragen Sie neue Mitarbeitende, ob die Bilder zu ihrem ersten Arbeitstag gepasst haben. Ihre Antworten zeigen, welche Motive fehlen.
Tipp: Zeigen Sie echte Mitarbeitende an echten Arbeitsplätzen. Authentische Employer-Branding-Fotos sind im Recruiting überzeugender als jedes Stockfoto.
8. Das Unternehmen hat einen neuen Standort
Mit einem neuen Standort bekommt ein Unternehmen ein völlig neues Gesicht. Mitarbeitende freuen sich jeden Tag aufs neue Büro, das vielleicht hellere Räume, besseres Coworking oder mehr Platz für Deep Focus bietet. Ein neuer Standort ist DER perfekte Zeitpunkt für neue Firmenfotos, weil Sie gleichzeitig Räumlichkeiten, Mitarbeiter und Arbeitsatmosphäre im besten Licht einfangen.
Produktionshallen und Lager werden lange nicht mehr so sauber sein wie jetzt, das ganze Team ist motiviert, die Räume sind noch neu und aufregend – also genauso, wie Kunden und Bewerberinnen Ihr Unternehmen beim ersten Kontakt vorfinden.
Diesen Anlass hat unser langjähriger Kunde Hoesch Group genommen, um sowohl die Fotos für die Webseite als auch den Imagefilm der Hoesch Metallurgie GmbH zu aktualisieren.
Praxisbeispiel: Wie die Hoesch Group Imagefilm und Firmenfotos aktualisierte, anstatt sie zu ersetzen
Unser langjähriger Kunde Hoesch Group hat ihren bestehenden Imagefilm nicht neu produzieren lassen, sondern gezielt aktualisiert: mit neuen Fotos und neuen Filmszenen aus dem neuen Gebäude.
Die Ausgangslage: Die Hoesch Group ist seit 2020 unser Kunde, der damals produzierte Imagefilm ist auch heute noch – 6 Jahre später – stolz weltweit im Einsatz. Nun ist das Unternehmen umgezogen. Der bestehende Imagefilm war inhaltlich weiterhin stimmig. Nur die Kulisse passte nicht mehr: Außenansichten, Empfang und Büros zeigten noch den alten Standort.
Unsere Lösung: Statt eines komplett neuen Films haben wir gezielt einzelne Szenen am neuen Standort gedreht und fotografiert. Dabei wurden auch gleich ein paar neue Mitarbeiter:innen inszeniert. Die neuen Szenen ersetzen die alten Bilder im bestehenden Film, während Sprechertext und Gesamtkonzept gleich bleiben. Parallel ist ein frischer Fotopool für Website, Presse und Social Media entstanden. Einen Auszug daraus finden Sie hier:

Das Ergebnis: Der neue alte Film zeigt das Unternehmen, wie es heute ist. Die bereits investierte Arbeit in Konzept, Interviews und Schnitt bleibt erhalten. Lediglich Außenansichten und Luftaufnahmen des Firmenstandorts sowie der Logistik- und Lagerfläche wurden ersetzt und neue Teammomente ergänzt. Finden Sie alle Änderungen? 😉
Bonus – Mehrsprachigkeit: Der Imagefilm war damals schon mehrsprachig, denn als Hidden Champion ist die Hoesch Group weltweit tätig. Über die Jahre haben wir den Imagefilm in mehreren Schritten bedarfsgerecht erweitert – Deutsch, Englisch, Portugiesisch (Brasilianisch). Jetzt haben wir auch eine chinesische Version mit fest eingebrannten Untertiteln erstellt, um den Film chinesischen Geschäftspartnern in Gesprächsterminen vor Ort zeigen zu können.
Was Sie daraus mitnehmen können: Ein guter Imagefilm muss nicht nach jeder Veränderung neu entstehen. Oft reicht es, einzelne Szenen auszutauschen. Das spart Budget und hält bewährte Inhalte am Leben.
Selbst-Check: Wie aktuell sind Ihre Firmenbilder?
Wenn Sie zwei oder mehr Punkte ankreuzen, lohnt sich ein Blick auf Ihren Bildbestand.
- Auf mindestens einem Foto ist noch das alte Logo oder die alte Hausfarbe zu sehen.
- Die Geschäftsführung hat kein aktuelles, professionelles Porträt.
- Auf der Teamseite fehlen Kolleginnen und Kollegen, oder es sind ehemalige zu sehen.
- Neue Anlagen, Räume oder Produkte sind nirgends abgebildet.
- Ihre Website nutzt Stockfotos an zentralen Stellen.
- Ein Jubiläum oder ein größeres Event steht in den nächsten 12 Monaten an.
- Ihre Karriereseite zeigt Räume oder Teams, die es so nicht mehr gibt.
- Ihr Unternehmen ist umgezogen, aber Bilder und Film zeigen den alten Standort.
Fazit: Kleine Updates, große Wirkung
Ihre Firmenbilder müssen nicht ständig neu entstehen. Sie müssen nur zur Wirklichkeit passen. Wer die acht Momente im Blick behält, frischt gezielt auf und schützt das, was schon gut ist. Das Beispiel der Hoesch Group zeigt: Oft reichen ein Shooting und ein paar neue Filmszenen.
Unser Angebot: der kostenlose Bild-Check. In 15 Minuten schauen wir gemeinsam mit Ihnen auf Ihre Website, Ihre Karriereseite und Ihr LinkedIn-Profil. Sie erfahren, welche Bilder noch für Sie arbeiten und wo sich ein Update lohnt. Unverbindlich und auf Augenhöhe.
Häufige Fragen zur Firmenfotografie
Zur Firmenfotografie, auch Unternehmens- oder Businessfotografie genannt, gehören alle Bilder, mit denen ein Unternehmen sich nach außen und innen zeigt. Pathfinder Studios fotografiert dafür unter anderem:
Businessporträts von Geschäftsführung und Führungskräften
Mitarbeiterfotos und Teamfotos für Website und Karriereseite
Industrie- und Produktionsfotografie in Hallen, Laboren und Werkstätten
Architekturfotografie von Gebäuden, Empfangsbereichen und Büros
Produktfotos sowie Event- und Messefotografie
Luftaufnahmen von Standorten und Anlagen
Unternehmen sollten ihre Firmenfotos aktualisieren, sobald sich sichtbar etwas verändert hat: Corporate Design, Führung, Team, Standort, Ausstattung oder Website. Bei Pathfinder Studios empfehlen wir, den Bildbestand bei jeder dieser Veränderungen zu prüfen, statt auf einen festen Rhythmus zu warten.
Nein, ein Imagefilm oder Recruitingfilm muss nach einem Umzug meist nicht neu produziert werden. Pathfinder Studios tauscht in solchen Fällen gezielt die Szenen aus, die den alten Standort zeigen, und behält Konzept, Interviews und Schnitt bei. So hat Pathfinder Studios den Imagefilm der Hoesch Group nach deren Umzug aktualisiert.
Ein Firmenfotoshooting bei Pathfinder Studios folgt sechs Schritten:
Vorgespräch zu Zielen, Einsatzzwecken und Bildstil
Motivliste und Ablaufplan, abgestimmt mit Ihren Ansprechpartnern
Shooting vor Ort
Vorauswahl der besten Motive gemeinsam mit Ihnen
Professionelle Bildbearbeitung
Übergabe in den benötigten Formaten für Web, Print und Social Media
Die Kosten hängen vom Umfang ab: Anzahl der Motive, Anzahl der Personen, Drehorte und Nutzungsrechte. Pathfinder Studios weist in jedem Angebot Shootingzeit, Bearbeitung und Nutzungsrechte transparent und getrennt aus.
Nein. Pathfinder Studios ist eine GmbH, deshalb zahlen Auftraggeber keine Künstlersozialabgabe. Bei freien Fotografinnen und Fotografen kann diese Abgabe dagegen anfallen.