Was darf ein Imagefilm kosten? Ein Preis-Überblick

Angebote für Imagefilme gibt es von 500 Euro bis 50.000 Euro – aber welcher Preis ist angemessen? Und was bekommen Sie überhaupt dafür? Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten über die Zusammensetzung von Preisen für Imagefilme und verschaffen Sie sich einen ersten Überblick als Grundlage für Ihr nächstes Briefing.

 

Wie viel kostet ein Imagefilm?
Gegenfrage: Wie viel kostet ein Auto? Oder ein Haus?

Sie ahnen es, das lässt sich – leider – nicht pauschal sagen, denn ein Imagefilm ist eigentlich weniger ein festes Produkt als eine individuelle Dienstleistung. Sein Inhalt, Umfang und Aufwand ergibt sich aus Ihrem formulierten Ziel auf der einen Seite und Ihrem vorhandenen Budget auf der anderen Seite.

Wie viel kostet ein Imagefilm?

Zu wissen, wie viel ein Produkt oder eine Dienstleistung ungefähr kostet, ist nicht nur die Grundlage unserer Budget- und Finanzplanung. Es gibt uns auch ein sicheres Gefühl bei der Kaufentscheidung. Und für Sie als erfolgreichen Unternehmer oder Marketeer ist beides essenziell.

Bei den allermeisten Dingen im Leben klappt das auch und wir haben zumindest eine grobe Vorstellung davon, was finanziell auf uns zukommt. Sei es ein Liter Milch, ein neuer Schreibtischstuhl, ein Sommerurlaub – ja, wir wissen sogar ungefähr, was uns ein Einfamilienhaus kosten würde.

Warum ist es dann so schwierig, solide Zahlen für einen Imagefilm zu erhalten?

Die Antwort liegt an zwei Dingen. Erstens: Ein Imagefilm ist weniger ein fixes Produkt (wie der Liter Milch oder der Schreibtischstuhl), bei dem sich lediglich die Qualität, Marke und Eigenschaften auf den Preis auswirken. Sondern vielmehr einer individuellen Dienstleistung vergleichbar, denn er wird stets auf Sie und Ihr Unternehmen maßgeschneidert. Imagefilme von der Stange gibt es nicht. Das ist auch gut so, denn sonst wäre jedes Image austauschbar und Sie könnten sich die Mühe (und Kosten) auch gleich sparen.

Zweitens: Ein Imagefilm ist zusammengesetzt aus vielen unterschiedlichen Dienstleistungen, Gewerken und Personen, die alle unterschiedliche Tagessätze aufrufen.

Versuchen wir gemeinsam zumindest ein wenig Licht in die Sache zu bringen, damit Sie in die Finanzplanung gehen können. Dann werfen wir noch einen Blick auf die Rentabilität und mögliche kostensparende Stellschrauben.

 

Hinweis: Wir betrachten den Begriff „Imagefilm“ hier synonym für jede Art von Unternehmensfilm. Was genau ein Imagefilm ist und wie er sich von anderen Unternehmensfilmtypen unterscheidet, lesen Sie hier.

 

Wie entsteht ein Imagefilm?

Kamera auf Stativ filmt ein Publikum

Um aufzuschlüsseln, wie viel ein Imagefilm kostet, müssen wir zunächst verstehen, wie er aufgebaut ist. Mehr dazu finden Sie auch in unserem Artikel „Der ultimative Imagefilm-Guide“ .

Ein Imagefilm besteht (wie übrigens jede andere Art von (Unternehmens-)Film auch, aus drei Produktionsabschnitten: Vorproduktion, Dreharbeiten und Nachproduktion. Was genau in welcher Phase geleistet wird, lesen Sie hier .

Bei allen drei Phasen gilt: Je aufwändiger und/oder ausgefallener, desto teurer.

Natürlich gilt auch beim Imagefilm das berühmte Qualitätsdreieck: Kosten – Zeit – Qualität.(Bild) Zwei der drei Komponenten sind meist gut erreichbar – jedoch immer auf Kosten des Dritten. Bei „ganz schnell + ganz günstig“ leidet die Qualität massiv. Bei „Hohe Qualität + schnelle Fertigstellung“ steigt der Preis enorm.

Eine gute Filmproduktion findet für Sie die richtige Balance – nicht nur innerhalb dieses Qualitätsdreiecks, sondern auch hinsichtlich der Vereinbarkeit von Ihrem Ziel und Ihrem Budget. Was uns zur nächsten Frage bringt:

 

Wie viel Budget muss ich einstellen?

Egal, ob das nächste Jubiläum vor der Tür steht oder Sie Ihr Marketing-Budget für das kommende Jahr festlegen möchten: Sie brauchen zumindest grobe Zahlen. Lassen Sie uns versuchen, welche herzuleiten. Üblicherweise tun wir das (wie fast alle Gewerke in der Werbe-, Marketing- und Eventbranche) über Tagessätze.

Hier können Sie für die allermeisten Kalkulationsposten mit 350 – 1.200 Euro pro Gewerk und Tag rechnen. Der einfachen Überschlagsrechnung wegen setzen wir einen Durchschnittswert von 700 Euro an.

Jetzt geht es nur noch darum, wie viele Personen und wie viele Tage benötigt werden.

 

Hinweis: Die im Folgenden genannten Zahlen sind sehr grobe Durchschnittswerte und dienen lediglich dazu, Ihnen eine grobe Vorstellung zu vermitteln. Lassen Sie auf jeden Fall Ihren individuellen Bedarf von einer Filmproduktion oder Agentur ermitteln und einen Kostenvoranschlag erstellen. Sie könnten erstaunt sein, wie günstig Ihr Imagefilm werden kann.

Vorproduktion

  • Die kreativen und konzeptionellen Aufgaben der Vorproduktion, wie Konzept, Storyboard und Drehbuch benötigen je nach Umfang jeweils ca. 1-5 Tage.
  • Die organisatorischen Aufgaben wie Recherche, Casting, Location Scouting, Reiseplanung, etc., benötigen durchschnittlich 1-2 Tage. Oft werden sie auch pauschal, anteilig oder stundenweise nach Aufwand abgerechnet und haben niedrigere Tagessätze.
  • Beratungsdienstleistungen wie Workshops und Meetings werden in der Regel nach Stundenaufwand zzgl. Reisekosten abgerechnet. Die Preise orientieren sich an denen von Unternehmensberatern oder Werbeagenturen.

Insgesamt kommt die Vorproduktion für einen Imagefilm inklusive Feedback- und Korrekturschleifen – je nach Umfang – auf durchschnittlich 2.000 bis 10.000 Euro.

Dreharbeiten

  • Die Kostenstellen für Dreharbeiten sind mehrfach unterteilt. Der Einfachheit halber beschränken wir uns hier auf Personal (Crew), Technik (Equipment), Drehort (inkl. ggf. Requisiten, Garderobe, etc.) – und Darsteller (Cast), die wir aber weiter unten bei „Gagen und Lizenzen“ aufführen.
  • Die Crew besteht bei einem Imagefilm je nach Anforderung aus 4 bis 10 Personen, in Ausnahmefällen auch mehr.
  • Technik wird benötigt in den Gewerken Kamera, Licht, Ton, Bühne und Zubehör. Auch hier kann man den oben genannten Tagessatz überschlagsweise ansetzen.
  • Der günstigste Drehort sind eigene Räumlichkeiten. Alternativ können Studios oder spezielle Filmimmobilien angemietet (und aufgebaut/eingerichtet) werden. Als Faustregel gilt hier: Eine Film-Tagesmiete entspricht einer Monatsmiete für das Objekt, also ca. 800 bis 2.000 Euro.

 

Bonus-Tipp: Wie viele Drehtage sind notwendig?

Die Anzahl der Drehtage richtet sich nach drei Dingen: Erstens Komplexität und Qualitätsanspruch des Films. Zweitens nach der Anzahl der Szenen bzw. Einstellungen. Und drittens nach der Anzahl der Drehorte. Für eine grobe Überschlagsrechnung sollten Sie mit 2-6 Drehtagen rechnen.

Die Dreharbeiten für einen Imagefilm kosten also je nach Umfang durchschnittlich 5.000 bis 50.000 Euro.

Nachproduktion

  • Hier fallen wieder Kosten für Personal und Technik an. Die Tagessätze variieren je nach Anspruch und Spezialisierungsgrad. So ist der einfache Bild-Ton-Schnitt vergleichsweise günstig, während aufwändige Spezialeffekte teurer sind. Jedes Gewerk benötigt ca. 1-5 Arbeitstage.

Die Nachproduktion für einen Imagefilm beläuft sich auf durchschnittlich 2.000 bis 20.000 Euro.

Gagen & Lizenzen

Je nachdem, wie der Film eingesetzt wird, fallen unterschiedliche Lizenzkosten an – sogenannte Buy-Outs. Dabei spielen folgende Kriterien eine Rolle:

  • Firmengröße (Mitarbeiterzahl und Umsatz),
  • Einsatzmedium (z.B. Internet, Kino, TV)
  • Einsatzdauer (z.B. 1 Jahr, 3 Jahre, 5 Jahre, unbegrenzt)
  • Einsatzort (z.B. regional, national, international)

Bei Darstellern basiert die Kostenrechnung auf den Drehtagen, bei Sprechern auf der Filmlänge bzw. Wortanzahl.

 

Bonus-Tipp für Ihr Briefing: Buyouts
Je nach Firmengröße und Einsatzmedium des Films fallen unterschiedlich hohe Lizenzkosten an – sogenannte Buyouts. Wenn Sie sich alle Optionen offenhalten wollen, fordern Sie ein Full-Buyout. Eine Filmproduktion kann Ihnen häufig bessere Konditionen bieten oder aushandeln als kleinere Produktionen oder Freelancer.

 

Zusammengefasst lässt sich ein Imagefilm also bereits für 10.000 Euro produzieren, er kann aber auch mehrere 100.000 Euro kosten. Also ziemlich genau wie ein Auto.

Er kann aber auch nur 2.000 Euro kosten, je nachdem, wofür Sie ihn einsetzen und welche Inhalte er hat. Wenn Sie jetzt eine grobe Vorstellung haben, freuen wir uns! Und wenn Sie weitere Fragen haben, dann kontaktieren Sie uns doch direkt unverbindlich – oder lesen Sie erst, wie sich ein Imagefilm im ROI rentieren kann.

 

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Bis bald!

 


 

Über die Autorin

Tagsüber Filmproduzentin und Medienstrategin, nachts Autorin aus Leidenschaft.

Yvonne Schwalowski studierte Medienmanagement und arbeitete in einer Unternehmensberatung als Social Media Consultant (u.a. für die Evonik Industries AG), bevor sie in die Filmproduktion einstieg, wo sie bisher mehr als 230 Werbefilmprojekte realisiert hat.

Im Jahr 2016 erschien ihr Debütroman in den Ullstein Buchverlagen und wurde direkt auf Platz 7 der besten deutschen Debüts 2016 gewählt.

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