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Imagefilm Kosten – Was kostet ein guter Imagefilm?

Angebote für Imagefilme gibt es von 500 Euro bis 500.000 Euro. Lesen Sie hier, wie sich die Imagefilm Kosten zusammensetzen und an welchen Stellen Sie sparen können.
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Angebote für Imagefilme gibt es von 500 Euro bis 500.000 Euro – aber wann sind Imagefilm Kosten angemessen? Und was bekommen Sie überhaupt dafür? Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten über die Zusammensetzung von Imagefilm Kosten und verschaffen Sie sich einen ersten Überblick als Grundlage für Ihr nächstes Briefing.

Was kostet ein Imagefilm?

Wie hoch sind eigentlich Imagefilm Kosten?
Gegenfrage: Wie hoch sind die Kosten für ein Fahrzeug oder ein Gebäude?

Als versierter Geschäftsmann antworten Sie nun: “Welche Art von Fahrzeug oder Gebäude darf es denn sein?  Traktor, Kombi oder Motorrad? Einfamilienhaus, Lagerhalle oder Verwaltungsgebäude?” – Genauso verhält es sich auch beim Imagefilm.

Häufig wird der Begriff “Imagefilm” für jede Art von Unternehmensfilm verwendet, also audiovisuelles Bewegtbild für Unternehmen. Das ist für eine erste Annäherung auch nicht verkehrt; für eine so konkrete Auskunft wie den Preis aber leider nicht ganz ausreichend. 

Deswegen müssen wir zunächst verstehen, was genau ein Imagefilm ist. Denn zu wissen, wie viel ein Produkt oder eine Dienstleistung ungefähr kostet, ist nicht nur die Grundlage unserer Budget- und Finanzplanung. Es gibt uns auch ein sicheres Gefühl bei der Kaufentscheidung. 

Bei den allermeisten Dingen im Leben klappt das auch und wir haben zumindest eine grobe Vorstellung davon, was finanziell auf uns zukommt. Sei es ein Liter Milch, ein neuer Schreibtischstuhl, ein Sommerurlaub – ja, wir wissen sogar ungefähr, was uns ein Einfamilienhaus kosten würde.

Warum ist es dann so schwierig, solide Zahlen für einen Imagefilm zu erhalten?

Die Antwort liegt an zwei Dingen. Erstens: Der Begriff Imagefilm ist nicht (immer) klar definiert. Und zweitens: Ein Imagefilm ist ein Dienstleistungs-Konglomerat aus vielen verschiedenen Gewerken, Lizenzen und Nutzungsrechten.

Versuchen wir also gemeinsam ein wenig Licht in die Sache zu bringen, damit Sie in die Imagefilm Finanzplanung gehen können. Dann werfen wir noch einen Blick auf die Rentabilität und mögliche kostensparende Stellschrauben.

 

Was ist ein Imagefilm?

Der Begriff Imagefilm wird häufig als Synonym für jede Art von Unternehmensfilm eingesetzt. Tatsächlich gibt es aber eine Vielzahl an Kategorien. Der jeweilige Inhalt, Umfang und Aufwand ergibt sich aus Ihrem formulierten Ziel auf der einen Seite und Ihrem vorhandenen Budget auf der anderen Seite.

Die häufigsten Unternehmensfilm-Typen:

  1. Der klassische Imagefilm
  2. Werbefilme
  3. Informationsfilme & Erklärvideos
  4. Filme für die interne Kommunikation
  5. Recruiting Filme für HR und Employer Branding
  6. Messe- und Eventfilme
  7. Weitere Begriffe

Sie sehen schon, da tut sich plötzlich ein ganzes Buch fremder Welten und Begriffe auf, obwohl wir eigentlich nur eine Preisschätzung haben wollten. Deswegen beschränken wir uns an dieser Stelle darauf, die einzelnen Typen grob anzureißen und den klassischen Imagefilm zu fokussieren.

Der klassische Imagefilm hat das Ziel, das Image eines Unternehmens positiv darzustellen oder zu verbessern. Er ist in der Regel universell einsetzbar und behandelt das Unternehmen als Ganzes. Dabei kann der Imagefilm im Unternehmen selbst mit echten Mitarbeitern gedreht werden, aber auch mit Darstellern und Locations inszeniert werden. Themen wie Kultur, Philosophie, Geschäftsfelder und Historie können enthalten sein, jedoch seltener Produktversprechen oder konkrete Dienstleistungen. Dafür sind folgende Filme da:

Werbefilme (auch Marketingfilme, Werbespots, TVCs oder klassisch “Werbung” genannt) haben das primäre Ziel der Absatzförderung bzw. des Verkaufs von Produkten und Dienstleistungen. Werbefilme sind häufig in Werbekampagnen eingebettet und werden an einem bestimmten Zeitpunkt im Produktlebenszyklus eingesetzt. Häufig werden mehrere Werbefilme innerhalb derselben Kampagne oder desselben Produktlebenszyklus produziert.

Informations- oder Erklärvideos dienen hauptsächlich der Information, also der Visualisierung komplizierter Sachverhalte oder zur Mitarbeiter- und Kundenschulung. Auch als Tutorials im Rahmen des Kundenservices lassen sie sich gut einsetzen.

Filme für die interne Kommunikation richten sich an Mitarbeiter, z.B. zu Schulungs-, Motivations- oder Teambuilding-Zwecken. Sie können sowohl Imagefilm, Erklärvideo als auch Eventvideo sein, haben aber gezielt eine interne und fachkundige Zielgruppe.

Nach außen gerichtet sind Recruiting Filme für Employer Branding, die potenzielle neue Mitarbeiter und Bewerber ansprechen. Als Teil der Arbeitgebermarke wollen sie ebenfalls ein Image aufbauen, aber für die sehr spezielle Zielgruppe der Bewerber.

Messe- bzw. Eventfilme dienen als Ergänzung des Messe-Auftritts bzw. Events. Sie können auch im Vorfeld zur Teilnehmerakquise/Bekanntmachung dienen, und im Nachgang zur PR.

Thoughtful businessman at the windowWenn Sie mehr über die verschiedenen Imagefilm-Typen wissen möchten, empfehlen wir unseren umfassenden Artikel “Was ist ein Imagefilm?”

Darüber hinaus gibt es weitere Begriffe wie Tourismusfilme, Besucherfilme, Industriefilme, und viele mehr. Die Abgrenzung zum Imagefilm erfolgt immer über eine Spezialisierung in Ziel oder Zielgruppe. Wir merken uns:

Ein Imagefilm hat immer das Ziel der ALLGEMEINEN IMAGEBILDUNG für eine UNIVERSELLE ZIELGRUPPE.
 

Welchen Imagefilm braucht mein Unternehmen?

Mit diesem Wissen im Hinterkopf müssen Unternehmen vor der Entscheidung und der damit verbundenen Preisfrage zunächst für sich entscheiden, welche Art von Unternehmensfilm (“Imagefilm”) sie tatsächlich benötigen.

Je konkreter Sie bereits wissen, was Sie brauchen, desto genauer kann die Preisschätzung oder das Angebot Ihrer Agentur bzw. Filmproduktion sein.

Aber keine Sorge, Sie müssen diese Entscheidung nicht alleine treffen. Die Filmproduktion oder Agentur Ihres Vertrauens hilft Ihnen gerne dabei. Sie sollten lediglich folgende Punkte im Vorfeld für sich klären:

  • Welches Ziel verfolgen wir mit dem Film?
  • Welche Zielgruppe wollen wir (hauptsächlich) erreichen?
  • Wie kurzfristig oder langfristig sollen die Ergebnisse sein?

Kurzfristige Ergebnisse liefern am besten Eventvideos, Erklärfilme und Werbefilme, aber je nach Inhalt können die auch schnell veralten. Ein Imagefilm hat da einen längeren Atem, braucht aber oft auch längere Anlaufzeit.

 

Was ist die ideale Imagefilm Länge?

Apropos Zeit! Was ist eigentlich die ideale Länge für einen Imagefilm? Auch das hängt von Ihrem Ziel, der avisierten Zielgruppe und Ihrem Marktumfeld ab.

Auf Instagram darf ein Video maximal 60 Sekunden lang sein, aber auf Facebook haben Sie selbst vielleicht schon Videos mit 5 Minuten und mehr angesehen. Fakt ist: In der Kürze liegt die Würze, aber ein Imagefilm mit Gesamtüberblick und vielleicht sogar Statements braucht Platz, um seine emotionalen Botschaften zu vermitteln. Ein Schulungs- oder Tutorialvideo kann sogar bis zu 20 Minuten lang sein.

Die meisten Imagefilme zwischen 3 und 7 Minuten lang. Zielen sie stärker auf die sozialen Medien ab, sind es eher 1 bis 3 Minuten.

Natürlich gilt auch beim Imagefilm das berühmte Qualitätsdreieck: Kosten – Zeit – Qualität. Zwei der drei Komponenten sind meist gut erreichbar – jedoch immer auf Kosten des Dritten. Bei „ganz schnell + ganz günstig“ leidet die Qualität massiv. Bei „Hohe Qualität + schnelle Fertigstellung“ steigt der Preis enorm.

Fakt ist: Es gibt kein “Richtig” und “Falsch”. Es gibt nur gutes und schlechtes filmisches Handwerk. Ihr Imagefilm muss so kurz oder lang sein, wie es eben nötig ist. So kurz wie möglich, aber so lang wie nötig. Ein guter, spannender Imagefilm kann 7 Minuten lang sein, und Sie werden sich keine Sekunde langweilen. Aber es kann auch sein, dass Sie nach 1:30 Minuten schon auf die Uhr gucken und sich fragen, wie lange es noch dauert.

Eine gute Filmproduktion findet für Sie die richtige Balance bei den Imagefilm Kosten – nicht nur innerhalb dieses Qualitätsdreiecks, sondern auch hinsichtlich der Vereinbarkeit von Ihrem Ziel und Ihrem Budget.

 

Sind kurze Imagfilme automatisch günstiger?

Oft fragen unsere Kunden “Der Film muss auch nur 30 Sekunden lang sein. Wird es dann nicht günstiger?”

Leider ist in den meisten Fällen die Antwort: Nicht wirklich. Denn die Länge des Films wird zwar vom vorhandenen Material (und damit der Anzahl der Drehtage) bestimmt. Und ja, ein längerer Schnitt erfordert auch längere Arbeit in der Postproduktion. Aber das verhält sich leider nicht linear.

Ich antworte in diesem Fall gerne augenzwinkernd: “Ich kann Ihnen einen 30-Minuten Film abliefern, in dem ein Paar Sneaker vor einer weißen Wand zu sehen ist, der kostet weniger als jeder beliebige 10-Sekunden Spot, den Sie zu diesem Thema gerade im Kopf haben.”

Es kommt also nicht auf die Länge an – zumindest nicht allein. Tatsächlich wird die Endlänge des Films in der Regel im Schnitt bestimmt und ist häufig mit Schätzungen bereits im Angebot veranschlagt. (Außer es handelt sich um einen Werbefilm, der in ein bestimmtes Werbefenster passen muss.) 

So kann es zum Beispiel sein, dass Ihr Angebot einen Film von 3-5 Minuten Länge ausweist, der Film aber am Ende nur 2:30 Minuten oder 6:20 Minuten ist. In diesem Fall hat der Regisseur, Creative Director oder Editor entschieden, dass das die perfekte Länge für Ihren Film ist.

Insgesamt variieren die Kosten für einen Imagefilm minimal, sofern er sich im normalen Rahmen von 2-5 Minuten bewegt. Weniger als 2 Minuten ist vermutlich kein Imagefilm, sondern ein Werbefilm, die anders kalkuliert werden. Erst bei deutlich mehr als 5 Minuten Länge erhöht sich der Aufwand bei Dreh und Postproduktion spürbar.

Eine Ausnahme bilden animierte Videos. Hier wird tatsächlich häufig nach Sekunden bzw. Bildern abgerechnet. (Eine Sekunde hat klassisch 25 Bilder, teilweise auch 24.)

 

Wie entsteht ein Imagefilm? – Die Produktionskosten

Genug der Theorie, kommen wir zur Praxis!

Wir wissen nun, was ein Imagefilm ist, jetzt benötigen wir die Zutatenliste, damit wir einkaufen gehen können. Denn: Ein Imagefilm ist kein fixes Produkt (wie ein Liter Milch oder ein Schreibtischstuhl), bei dem sich lediglich die Qualität, Marke und Eigenschaften auf den Preis auswirken. Sondern vielmehr einer individuellen Dienstleistung vergleichbar. Er wird stets auf Sie und Ihr Unternehmen maßgeschneidert.

Dabei entsteht ein Imagefilm – und jeder andere Unternehmensfilm auch – in drei Produktionsphasen und vier Kostenstellen. Jede davon hat eigene Tagessätze und Kosten, die in Summe den Gesamtpreis für unseren Imagefilm ergeben:

  1. Vorproduktion (Idee, Planung, Drehbuch)
  2. Dreharbeiten (und … Action!)
  3. Postproduktion (Schnitt, Vertonung, Grafikdesign)
  1. Gagen & Lizenzen
Thoughtful businessman at the windowWas genau in jeder Produktionsphase geschieht, lesen Sie in unserem Artikel “Imagefilm – Alles, was Unternehmen wissen müssen.”
Hinweis: Die im Folgenden genannten Zahlen sind sehr grobe Durchschnittswerte und dienen lediglich dazu, Ihnen eine grobe Vorstellung zu vermitteln. Lassen Sie auf jeden Fall Ihren individuellen Bedarf von einer Filmproduktion oder Agentur ermitteln und einen Kostenvoranschlag erstellen. Sie könnten erstaunt sein, wie günstig Ihr Imagefilm werden kann.

Wie viel kostet ein Drehbuch?

Das ist häufig das Synonym für “Wie viel kostet die Vorproduktion”, denn das Drehbuch ist der greifbarste Teil dieser Phase. Was sonst noch hier stattfindet:

  • Die kreativen und konzeptionellen Aufgaben der Vorproduktion, wie Konzept, Storyboard und Drehbuch benötigen je nach Umfang jeweils ca. 1-5 Tage.
  • Organisatorische Aufgaben wie Recherche, Casting, Location Scouting, Reiseplanung, etc., benötigen durchschnittlich 1-2 Tage. Oft werden sie auch pauschal, anteilig oder stundenweise nach Aufwand abgerechnet und haben niedrigere Tagessätze.
  • Beratungsdienstleistungen wie Workshops und Meetings werden in der Regel nach Stundenaufwand zzgl. Reisekosten abgerechnet. Die Preise orientieren sich an denen von Unternehmensberatern oder Werbeagenturen.
Insgesamt kommt die Vorproduktion für einen Imagefilm inklusive Feedback- und Korrekturschleifen – je nach Umfang – auf durchschnittlich 1.000 bis 10.000 Euro.

Wie viel kostet ein Drehtag?

Die Kosten eines Drehtags sind völlig variabel und lassen sich ohne ein vorheriges Konzept und idealerweise Scouting kaum bis gar nicht abschätzen. Jeder Drehtag besteht aus einer variablen Anzahl an:

  1. Crew (Personal)
  2. Equipment (Bild-, Ton- und Lichttechnik)
  3. Kulisse (Drehort, ggf. inkl. Requisiten, Garderobe, etc.)
  4. Cast (Darsteller), die wir aber weiter unten bei “Gagen und Lizenzen” aufführen
  • Die Crew besteht bei einem Imagefilm je nach Anforderung aus 4 bis 10 Personen, in Ausnahmefällen auch mehr. Jede Person hat einen Tagessatz von 350-1.500 Euro.
  • Das Equipment wird benötigt in den Gewerken Kamera, Licht, Ton, Bühne und Zubehör und hat einen Tagespreis von wenigen Euro für Stative über 50-150 Euro pro Lampe bis zu 250-1.500 Euro pro Kamera.
  • Kulisse: Der günstigste Drehort sind eigene Räumlichkeiten. Alternativ können Studios oder spezielle Filmimmobilien angemietet (und aufgebaut/eingerichtet) werden. Als Faustregel gilt hier: Eine Film-Tagesmiete entspricht einer Monatsmiete für das Objekt, also ca. 800 bis 2.000 Euro.

Wie viele Drehtage sind notwendig?

Die Anzahl der Drehtage richtet sich nach drei Dingen:

  1. Komplexität und Qualitätsanspruch des Films.
  2. Anzahl der Szenen bzw. Einstellungen.
  3. Anzahl der Drehorte.

Für eine grobe Überschlagsrechnung sollten Sie mit 3-7 Drehtagen rechnen. 

Die Dreharbeiten für einen Imagefilm kosten also je nach Umfang durchschnittlich 5.000 bis 50.000 Euro.

Wie viel kostet der Schnitt?

Im Schnitt fallen wieder zwei Arten von Kosten an:

  1. Personal (Editor/Cutter, Sound Editor, Visual Effects Artist, Grafikdesigner, Color Grading Artist)
  2. Technik (Schnittplatz, Hardware, Software, Infrastruktur)
  • Die Tagessätze variieren je nach Anspruch und Spezialisierungsgrad. So ist der einfache Bild-Ton-Schnitt vergleichsweise günstig, während aufwändige Spezialeffekte teurer sind. Jedes Gewerk benötigt ca. 1-5 Arbeitstage.
Die Nachproduktion für einen Imagefilm beläuft sich auf durchschnittlich 2.000 bis 20.000 Euro.

 

Bis hierher kostet ein Imagefilm also durchschnittlich 5.000 bis 80.000 Euro. Wir empfehlen Ihnen nochmals, Ihren konkreten Bedarf unverbindlich bei einer Filmproduktion oder Werbeagentur anzufragen und kostenlos kalkulieren zu lassen. Sie werden erstaunt sein, wie günstig Ihr Imagefilm sein kann!

Nun fehlt nur noch ein Kostenpunkt: Gagen, Lizenzen und Nutzungsrechte.

 

Lizenzen und Nutzungsrechte beim Imagefilm

Je nachdem, wie der Film eingesetzt wird, fallen unterschiedliche Lizenzkosten an – sogenannte Buy-Outs. Gagen und Lizenzen fallen an für folgende Kostenstellen:

  1. Mitwirkende Künstler (Darsteller, Models, Sprecher, ggf. Regisseur)
  2. Musik
  3. Auswertungsformen (Kino, TV, Messe, etc.)

Bei Darstellern und Models basiert die Kostenrechnung meist auf den Drehtagen, bei Sprechern auf der Filmlänge bzw. Wortanzahl. Regisseur und einige Darsteller sowie manchmal Musik werden auch anteiligt am Gesamtbudget kalkuliert.

Dabei spielen meist folgende Kriterien eine Rolle:

  • Firmengröße (Mitarbeiterzahl und Umsatz),
  • Einsatzmedium (z.B. Internet, Kino, TV)
  • Einsatzdauer (z.B. 1 Jahr, 3 Jahre, 5 Jahre, unbegrenzt)
  • Einsatzort (z.B. regional, national, international)
Unser Tipp: Buyouts. Je nach Firmengröße und Einsatzmedium des Films fallen unterschiedlich hohe Lizenzkosten an – sogenannte Buyouts. Wenn Sie sich alle Optionen offenhalten wollen, fordern Sie ein Full-Buyout. Eine Filmproduktion kann Ihnen häufig bessere Konditionen bieten oder aushandeln als kleinere Produktionen oder Freelancer.

 

Wie viel kostet ein professioneller Sprecher?

70% des Qualitätsempfindens kommt über den Sound. Faszinierend in einer so visuell geprägten Welt, aber wahr. Ein guter Sprecher hebt jeden Imagefilm auf ein professionelles Level – und verleiht dem Unternehmen gleichzeitig einen einzigartigen Klang. Kein Wunder, dass die beliebteste Kostenstelle der Sprecher bzw. die Sprecherin ist. Was noch dazu gehört:

  1. Sprechergage (Layout Fee + Buyout, s.o.)
  2. Tonstudio + Aufnahme
  3. Regie

Auch bei Sprechern orientiert sich die Gage nach oben genannten Kriterien. Sogar die Stimme von Bruce Willis, Robert Redford oder Whoopi Goldberg ist nur einen Anruf entfernt – und häufig nur geringfügig teurer als unbekannte Profis.

Die Gage für einen professionellen Sprecher für einen Imagefilm liegt bei 450 bis 1.200 Euro (je nach Bekanntheitsgrad). Tonstudio und Regie kosten je nochmals ca. 100-200 Euro.

Wie viel kostet ein professioneller Darsteller?

Der GZSZ-Liebling der Tochter im eigenen Imagefilm oder ein bekanntes Gesicht als Markenbotschafter? Filmproduktionen und Schauspielagenturen machen’s möglich. Die Gagen für Darsteller richten sich ebenfalls nach oben genannten Aspekten und sind zudem gestaffelt in:

  1. Komparsen (Kleinstrolle im Hintergrund ohne Text)
  2. Kleindarsteller (Nebenrollen ohne/mit Text)
  3. Darsteller (Hauptrollen mit/ohne Text)
  4. Prominente Darsteller
Komparsen erhalten in der Regel 50 Euro pro Tag. Kleindarsteller zwischen 350 und 800, Darsteller 800 bis 2.000 Euro. Prominente Darsteller können auch mal 15.000 Euro und mehr pro Tag kosten.

Muss ich für einen Imagefilm GEMA Gebühren bezahlen?

Die GEMA ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte und setzt sich für die Rechte von Musikern ein. Es ist die freie Entscheidung von Musikern, Mitglied der GEMA zu werden, aber nicht automatisch jeder Musiker ist Mitglied.

Als Faustregel gilt: Je bekannter der Musiker, desto wahrscheinlicher fallen GEMA-Gebühren an. Ebenfalls fällt GEMA an, wenn Sie einen bestimmten bekannten Song, z.B. aus einem Film oder dem Radio, spielen wollen.

Alternativ gibt es eine grenzenlose Auswahl an GEMA-freier Musik, sowohl von individuellen Komponisten als auch Stockmusik-Archiven. Ihre Filmproduktion berät Sie sicherlich gerne.

Übrigens: Sinnverwandt mit der GEMA, aber nicht auf Freiwilligenbasis ist die KSK Künstlersozialkasse. Jeder freischaffende Künstler (egal, ob Darsteller, Komponist, Maler, Journalist oder Designer) ist automatisch KSK-abgabepflichtig (aktuell: 4,2% der Rechnungssumme). Das betrifft auch alle Freelancer, Einzelunternehmer und Personengesellschaften im Filmbereich. Lediglich bei Rechnungen von Kapitalgesellschaften fallen keine KSK-Abgaben auf Ihrer Seite an; die übernimmt die Kapitalgesellschaft für Sie.

 

Was kostet mein Imagefilm im Kino?

Für die Nutzung im Kino fallen neben den reinen Produktionskosten (s.o.) zwei Kostenarten an:

  1. Schaltungsgebühr im Kino
  2. Lizenzgebühr an den Urheber
Warum kostet das extra? Die Lizenzkosten für Nutzungsrechte leiten sich aus dem deutschen Urheberrecht ab. Sie ermöglichen einem Künstler die faire Beteiligung an der Reichweite, also Anzahl erreichter Personen.

Die Schaltungsgebühr im Kino ist abhängig von der Schaltungsdauer, der Anzahl und Größe der Kinosäle und des Zielpublikums bzw. Films, vor dem der Spot geschaltet wird. Für die Kalkulation empfehlen wir crossvertise. Hier können Sie sofort die voraussichtlichen Kosten für ein Kino in Ihrer Nähe berechnen.

Die Lizenzgebühr multipliziert sich anhand einer Formel auf den Produktionspreis, der je nach Dauer und Gebiet den Faktor 3 bis 7 annehmen kann.

 

Was kostet ein Imagefilm für die Messe?

Wenn Sie Ihren Imagefilm auf der Messe zeigen wollen – vorausgesetzt, er eignet sich dafür – fallen neben Ihrem Messestand und der Standgebühr lediglich die Lizenzkosten an.

In einigen Fällen kann die Nutzungslizenz für die Messe bereits im Preis enthalten sein. Ansonsten können Sie auch hier einen Faktor 3 bis 5 ansetzen, je nach Art, Größe und Ort der Messe sowie gewünschte Dauer.

 

Was kostet ein Imagefilm auf Englisch?

Einen Imagefilm auf Englisch zu produzieren oder in andere Sprachen zu übersetzen ist erfreulicherweise eine der günstigsten Angelegenheiten. Tatsächlich empfehle ich unseren Kunden oft und gerne, einen Imagefilm gleich in relevante Sprachen zu vertonen. So durften wir schon Sprachausgaben in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Brasilianisch, Spanisch und fast auch Chinesisch aufnehmen.

Für die Vertonung in andere Sprachen fallen folgende Kosten an:

  1. Übersetzung des vorhandenen Sprechertexts
  2. Neuaufnahme Sprecher (vgl. Kostenpunkt “Sprecher”)
  3. alternativ: Untertitelung (Postproduktion)

Die meisten Filmproduktionen haben auch für internationale Sprachfassungen einen Pool von Native Speakern oder arbeiten mit Sprecher-Agenturen zusammen. Auch die Übersetzung stellt für das Netzwerk einer professionellen Filmproduktion keine Herausforderung dar. 

Die Kosten für internationale Sprecher sind denen ihrer deutschen Kollegen etwa vergleichbar.

Übrigens: Über englische Sprachfassungen von Imagefilmen haben wir einen eigenen Artikel verfasst:

Imagefilme auf EnglischWenn Sie mehr über englischsprachige Imagefilme wissen wollen, lesen Sie unseren Artikel: “Imagefilme auf Englisch.”

Imagefilm Kosten kalkulieren

Jetzt kennen Sie alle Kostenstellen für einen Imagefilm und können schon einmal grob Ihren Imagefilm kalkulieren. 

    Kosten Vorproduktion
+  Kosten Dreharbeiten (Anzahl x (Crew+Equipment+Location))
+  Kosten Postproduktion (Schnitt + Vertonung + Grafikdesign)
+  Gagen für Sprecher (deutsch/englisch) + evtl. Darsteller
———————-
=  Imagefilm Herstellungskosten
+  Lizenzgebühren für gewünschte Nutzungsart
+  Werbungs-/Schaltungskosten für gewünschte Verbreitungsmedien
———————-
= Imagefilm Auswertungskosten
Natürlich gilt immer noch: Jeder Imagefilm ist individuell und hat eine Vielzahl kleiner und großer Stellschrauben. Am besten legen Sie also ein Budget und ein Ziel fest, und freuen sich auf den Kostenvoranschlag samt Konzept, den Ihnen eine Filmproduktion Ihrer Wahl daraufhin unterbreitet.
 

Rentabilität: Lohnt sich ein Imagefilm?

Auf die Frage, ob sich ein Imagefilm lohnt, können wir definitiv mit “Ja” antworten: Er schweißt nicht nur die Mitarbeiter zusammen und stärkt das Wir-Gefühl. Er hilft auch Führungskräften selbst, sich noch einmal intensiver mit dem eigenen Unternehmen auseinanderzusetzen. Ein Imagefilm ist für mich die Webseite des 21. Jahrhunderts: Alles, was man wissen muss, an einem Ort zusammengefasst.

Aber ob sich ein Imagefilm für Sie rentiert, ist eine andere Frage. Die beantworten wir in einem eigenen Artikel:

Imagefilm zum Festpreis?

Vielleicht sind Sie im Internet auch schon auf Angebote gestoßen wie “Ihr Imagefilm für 599 Euro”. Wie kann das sein, wenn ein Imagefilm doch eine individuelle Dienstleistung ist, die speziell auf Ihr Unternehmen maßgeschneidert wird, und so unzählige Stellschrauben hat? Wir klären auf:

Fazit: Wie viel darf ein Imagefilm kosten?

Zusammengefasst lässt sich ein Imagefilm also bereits für 10.000 Euro produzieren, er kann aber auch mehrere 100.000 Euro kosten. Also ziemlich genau wie ein “Fahrzeug”.

Die Imagefilm Kosten können aber auch bei nur 5.000 Euro liegen, je nachdem, wofür Sie ihn einsetzen und welche Inhalte er hat.

 

Wenn Sie sich tiefergehend mit dem Thema “Imagefilm Kosten” befassen möchten, empfehle ich Ihnen folgende Artikel:

  1. Der Imagefilm – Alles, was Unternehmen wissen müssen
  2. Imagefilm Kosten pro Minute – Die größten Irrtümer beim Kalkulieren
  3. Imagefilm Festpreis oder individuell? Alle Vor- und Nachteile für Unternehmen
  4. Was dürfen professionelle Luftaufnahmen kosten? Das müssen Sie wissen
  5. Stock Footage Kosten – Worauf Sie bei Stockfootage achten müssen

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