Der ultimative Imagefilm Guide

Was erregt mehr Aufmerksamkeit als bewegte Bilder?

Ein Imagefilm gehört einfach zu einer guten Marketing-Strategie – und das nicht erst, seit virale Katzenvideos die Sozialen Medien erobert haben. Als vorausschauender Marketeer wissen Sie das natürlich, denn der Imagefilm ist nicht ohne Grund „die Mutter aller Unternehmensfilme“.

Spaß beiseite. Was ist ein Imagefilm und was kann er wirklich – ganz besonders im Zeitalter von Social Media und schnelllebigen Informationen? Was kostet er und wie erkennen Sie seine Qualität? All diese Antworten und Beispiele dazu finden Sie auf dieser Seite.

 

Wann und wie sollten Sie einen Imagefilm produzieren?

Ein Imagefilm ist – richtig und zielorientiert produziert – ein mächtiges Marketing-Instrument, das gleichzeitig Informationen, Emotionen, Markenwert und Corporate Identity vermitteln kann, seine Zuschauer mitten ins Herz trifft und Wissen festigt.

Aber Sie sollten keinen Imagefilm produzieren, weil wir alle Filme lieben oder weil gerade jeder einen hat. Sondern nur, wenn er Ihr Unternehmensziel und Ihre Marketingziele unterstützt. Natürlich kennen Sie Ihre Unternehmens- und Marketingziele und Ihr USP, Ihre Produkte, Ihre Kunden am besten. Trotzdem ist es sinnvoll, eine Werbeagentur oder eine marketingaffine Filmproduktion mit an Bord zu nehmen, und zwar von Anfang an.

Checkliste: Ist ein Imagefilm sinnvoll für mich?
Folgende Fragen können bei der Entscheidung helfen:

  • Will ich meine Marke oder mein Produkt bekannter machen?
  • Habe ich ein erklärungsbedürftiges Produkt?
  • Habe ich einen besonderen Anlass?
  • Will ich neue Zielgruppen oder einen neuen Markt ansprechen?
  • Will ich mich von Wettbewerbern abheben?

Wenn Sie bis hierher ein gutes Bauchgefühl haben oder eine der Fragen mit „Ja“ beantworten konnten, dann ist ein Imagefilm sinnvoll für Sie. Aber welcher?

 

Welche Imagefilm Typen gibt es?

Wir tendieren dazu, alle Arten von Bewegtbild in der Unternehmenskommunikation als „Imagefilm“ zu bezeichnen. Technisch gesehen ist das nicht ganz richtig, aber so lange jeder weiß, wovon er spricht, geht das schon klar.

Der lieben Vollständigkeit halber haben wir hier die häufigsten Typen von Unternehmensfilmen aufgelistet, mit denen es eine Filmproduktion tagtäglich zu tun hat:

Bonus-Info: Eine unausgesprochene Faustregel ist, dass sich die Endung „~Video“ auf reine Online-Inhalte beziehen kann, aber auch auf sehr günstige, zum Teil laienhafte Unternehmensfilme. Wissen, dass Sie im Briefing zu Ihrem Vorteil nutzen können, um die Qualität und Seriosität des Partners Ihrer Wahl abzuklopfen – und, um das Budget abzustecken.

 

Der klassische Imagefilm vermittelt das Unternehmensimage audiovisuell an die Zielgruppe und ist durchschnittlich 2-10 Minuten lang.

Ein Werbefilm hat das Ziel der direkten Verkaufsförderung, zum Beispiel für ein Produkt, eine Dienstleistung oder die Marke selbst. Er ist durchschnittlich 15-45 Sekunden lang.

Bonus-Info: Der Begriff „Werbespot“ ist in der Regel dem TV- oder Kinospot vorbehalten und mit „Werbevideo“ ist meist ein Werbefilm für den reinen Online- oder Social Media Gebrauch gemeint. Wissen, dass Sie für Ihr nächstes Briefing nutzen können.

Erklärvideos – recht selbstredend – erklären komplexe Prozesse oder Produkte. Sie werden häufig, aber nicht immer animiert.

Bonus-Info: Viele Papierlegetrick- oder animierte Erklärvideos, gerade von spezialisierten Anbietern, greifen auf standardisierte Vorlagen zurück. Das ist zwar günstig, weil weniger Aufwand, birgt aber die Gefahr, dieselbe Grafik wie der Wettbewerber zu verwenden und an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Erkundigen Sie sich lieber nach einem individuell animierten Stil.

Produktvideos konzentrieren sich rein auf ein Produkt oder eine Dienstleistung. Als Mischung aus verkaufsförderndem und erklärendem Film können sie sowohl werblich als auch sachlich umgesetzt werden.

Bonus-Info: Das Produktvideo ist – gerade in mittelständischen Unternehmen – mit die am häufigsten verwendete Art von Unternehmensfilm. Der Produktionsaufwand ist überschaubar und der Return on Invest sehr gut nachvollziehbar.

Industriefilme dienen hauptsächlich der Abbildung von internen Prozessen für Fachpublikum, z.B. (eigene) Facharbeiter, Kunden oder Lieferanten.

Bonus-Info: Interne Prozesse sind, gerade in der Industrie, ein heikles Thema. Achten Sie bei der Anbieterauswahl darauf, dass die Filmproduktion Erfahrung mit NDAs / Verschwiegenheitserklärungen hat und Ihnen Datensicherheit gewährleisten kann.

Der Messefilm ist ein speziell für Messestände konzipierter Werbe- oder Imagefilm. Die Besonderheit: Auf Messen ist es laut, bunt und überfüllt und Ihr Stand muss irgendwie herausstechen.

Social Media Spots sind eine Unterkategorie des klassischen Werbefilms, speziell für Facebook und Co. konzipiert. Das heißt: Knackig, unterhaltsam, mit Bezug zum Privatleben und ohne Ton funktionierend.

Der redaktionelle Film beleuchtet – wie aus TV-Magazinen bekannt – ein Thema fachlich fundiert mit einer Mischung aus Off-Sprecher und O-Ton Interviews von Experten oder Branchengrößen.

Der Eventfilm ist die filmische Begleitung einer Veranstaltung, der die Atmosphäre und den Spirit, teilweise auch die Inhalte, einfängt.

Bonus-Info: Eventfilme werden oft von Videografen, Studenten oder Bekannten sehr günstig angeboten. Diese Videos büßen häufig in Sachen Professionalität und Zuverlässigkeit, Koordination, Konzeption und vor allem Mitspracherecht ein. Wir empfehlen, für jedes Event individuell zu entscheiden, ob Kosten und Produkt im Einklang stehen.

 

Wie viel darf ein Imagefilm kosten?

Gegenfrage: Wie viel kostet ein Auto? Oder ein Haus?

Sie ahnen es, das lässt sich – leider – nicht pauschal sagen, denn ein Imagefilm ist eigentlich weniger ein festes Produkt als eine individuelle Dienstleistung. Sein Inhalt, Umfang und Aufwand ergibt sich aus Ihrem formulierten Ziel auf der einen Seite und Ihrem vorhandenen Budget auf der anderen Seite.

Aufgabe einer anständigen Filmproduktionsfirma ist es, beide Seiten möglichst gut in Einklang zu bringen. Film ist zwar magisch, aber zaubern können wir dabei natürlich nicht. Trotzdem versucht ein seriöser Produzent immer, ein realistisches Ziel zu einem angemessenen Budget zu erreichen – mit Anpassung zur einen oder anderen Seite, je nachdem, ob Ihnen eine feste Budgetobergrenze wichtiger ist oder die vollständige Erreichung Ihres Ziels.

Aber wir wollen Sie auch nicht ganz auf dem Trockenen sitzen lassen, denn rein aus der Lebenserfahrung heraus wissen wir alle recht gut, wie viel ein Auto kostet (5.000 bis 70.000 Euro für die meisten Modelle, bis weit über 500.000 Euro für einen Luxusschlitten und 200 Euro für den gebrauchten TÜV-Wackelkandidaten) oder ein Haus (irgendwas zwischen 80.000 Euro und 450.000 Euro für ein solides Einfamilienhaus auf dem Land, je nach Lage und Ausstattung nur in Reichweite von Star-Einkommensklassen).

Bonus-Tipp: Faustregeln für Tagessätze geben begrenzt Aufschluss, weil sich die Anforderungen an Team, Equipment und Produktionsaufwand zu sehr unterscheiden. Das Einfachste (und Schnellste!) ist, Sie greifen kurz zum Hörer oder Emailprogramm und fragen die Filmproduktion oder Agentur Ihrer Wahl nach einer unverbindlichen Preisschätzung.

Unser Tipp: Orientieren Sie sich bei den Kosten für einen Imagefilm an den Kosten eines Autos. Unter 5.000 Euro wird das Angebot sehr dünn, über 70.000 Euro bewegen wir uns schon im gehobenen Preissegment.

Checkliste: Woran erkenne ich, ob der Preis angemessen ist?
Folgende Fragen können bei der Einschätzung helfen:

  • Sind die Posten nachvollziehbar und transparent aufgelistet?
  • Sind Equipment, Personenanzahl und –Erfahrung spezifisch benannt?
  • Sind externe Kosten (z.B. Darsteller, Models, Sprecher, Musik) bereits aufgeführt?
  • Korrespondiert die Kalkulation mit einem Konzept, kann ich einen Vergleich zu anderen Filmen ziehen?
  • Spiegeln die Preise die Erfahrung und Expertise der Filmproduktion wider?