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Der Imagefilm – Alles, was Unternehmen wissen müssen

Was ist ein Imagefilm? Und braucht wirklich jedes Unternehmen einen? Lesen Sie hier alles, was Unternehmen über Imagefilme wissen müssen.
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Der Imagefilm ist ein wichtiges Marketing-Instrument – für 37% der Marketingverantwortlichen sogar das wichtigste Instrument im Jahr 2019. Aber was ist ein Imagefilm genau? Und braucht wirklich jedes Unternehmen einen? Lesen Sie hier alles, was Unternehmen über Imagefilme wissen müssen.

Was ist ein Imagefilm? – Definition

Ein Imagefilm ist im Kern audiovisuelles Bewegtbild für Organisationen, mit dem Ziel, ein positives Image zu fördern oder zu kreieren. 

Ja, wirklich! So simpel ist die Definition für einen Imagefilm. Aber wie immer im Leben gibt es nicht nur schwarz und weiß, sondern eine bunte Farbpalette voller Abstufungen, Ziele und Bedeutungen. Deswegen gehe ich gleich auf die häufigsten Unternehmensfilm-Typen ein.

Unternehmensfilm? Was ist nun das? Na ja … die eigentliche Bezeichnung für das, was sich die meisten Unternehmen unter einem Imagefilm vorstellen: Ein Film für Unternehmen. Denn der Begriff “Imagefilm” wird häufig synonym für jede Art von Unternehmensfilm verwendet – also Filme für Unternehmen. Dabei kann “Unternehmen” ebenso jede Organisation, Person, Partei oder sonstige natürliche oder juristische Person sein.

Unternehmensfilme gibt es für alle Zielgruppen, Ziele und Situationen, die ein Unternehmen, seine Produkte und Dienstleistungen betreffen können. Unter anderem in Form eines Imagefilms – zur allgemeinen Image-Steigerung: 

Ein Imagefilm hat stets das primäre Ziel, das Unternehmens-Image für eine möglichst breite Zielgruppe universell zu vermitteln.

Der durchschnittliche Imagefilm ist dabei zwischen 2 und 7 Minuten lang und kostet zwischen 10.000 und 80.000 Euro.

 

Imagefilm und Imagevideo: Wo ist der Unterschied?

Bestimmt haben Sie auch schon einmal den Begriff “Imagevideo” gehört. Gibt es einen Unterschied zwischen Imagefilm und Imagevideo? Eigentlich nicht. 

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Kunden, die den Begriff “Video” benutzen, manchmal einen auf digitale Medien ausgerichteten Film haben möchten – oder meistens einen besonders günstigen Film. Denn “Video”, das klingt doch ein bisschen wie selbstgemacht, schnell nebenbei, klein und günstig. Ein “Film” hingegen – das ist ja wie ein Kinospielfilm aus Hollywood: groß und teuer.

In der persönlichen Wahrnehmung ist ein “Imagevideo” kürzer, günstiger und digitaler als ein “Imagefilm”. Aber im Endeffekt werden beide Begriffe synonym verwendet.

Achten Sie doch einmal selbst darauf, was der Begriff bei Ihnen auslöst, wenn Sie die Google-Ergebnisse durchsuchen. Häufig finden Sie im Zusammenhang mit “Imagevideo” eher kleine Anbieter mit günstigen Angeboten – teilweise sogar direkt mit Festpreis, obwohl ein Imagefilm eher eine sehr individuelle Dienstleistung ist als ein Produkt von der Stange.

man holding a wallet with cashWarum es so schwierig ist, einen guten Imagefilm zum Festpreis zu kriegen, erklären wir übrigens in unserem Artikel: “Was kostet ein Imagefilm?”

Allerdings sind “Imagefilm” und “Imagevideo” vollkommen austauschbar. Sie können auch einen weniger qualitativen Imagefilm bekommen und ein sehr hochwertiges Imagevideo. Es kommt ganz auf den Anbieter an – und Ihr Bauchgefühl. Darauf kommt es übrigens immer an!

 

Was ist kein Imagefilm? – verschiedene Typen

Der Begriff Imagefilm wird oft als Bezeichnung für jede Art von Unternehmensfilm eingesetzt. Tatsächlich gibt es aber eine Vielzahl an verschiedenen Typen. Jeder davon hat eine ganz spezifische Ausrichtung auf ein Ziel oder eine Zielgruppe, die auch den jeweiligen Inhalt, Umfang und Aufwand ergibt.

Die häufigsten Unternehmensfilm-Typen:

  1. Der klassische Imagefilm
  2. Werbefilme
  3. Informationsfilme & Erklärvideos
  4. Filme für die interne Kommunikation
  5. Recruiting Filme für HR und Employer Branding
  6. Messe- und Eventfilme
  7. Weitere Typen von Unternehmensfilmen

Der klassische Imagefilm

Da sich dieser Artikel in Gänze mit dem klassischen Imagefilm beschäftigt, umreißen wir ihn an dieser Stelle nur kurz: Wie oben bereits beschrieben, hat der klassische Imagefilm das Ziel, das Image eines Unternehmens positiv darzustellen oder zu verbessern.

Er ist universell einsetzbar und behandelt das Unternehmen als Ganzes. Dabei kann der Imagefilm im Unternehmen selbst mit echten Mitarbeitern gedreht werden, aber auch mit Darstellern und Locations inszeniert werden. Themen wie Kultur, Philosophie, Geschäftsfelder und Historie können enthalten sein, jedoch seltener Produktversprechen oder konkrete Dienstleistungen.

Alle anderen Unternehmensfilm-Typen spezialisieren sich vom Imagefilm entweder auf ein Ziel oder eine Zielgruppe.

Werbefilme

Werbefilme (auch Werbespots, Marketingfilme, TVCs oder klassisch “Werbung” genannt) haben das Ziel der Absatzförderung bzw. des Verkaufs von Produkten und Dienstleistungen.

Wann: Werbefilme sind häufig in Werbekampagnen eingebettet und werden an einem bestimmten Zeitpunkt im Produktlebenszyklus eingesetzt. Häufig werden mehrere Werbefilme innerhalb derselben Kampagne oder desselben Produktzyklus produziert, zum Beispiel für unterschiedliche Kundengruppen oder Medien.

Wo: Die meisten Werbefilme werden immer noch für die klassischen Massenmedien TV und Kino produziert, dicht gefolgt von Social Media und dem Internet, beispielsweise auf SEA-bespielten Landingpages.

Wer: Ein Werbefilm ist fast immer auf ein Produkt oder eine Dienstleistung ausgerichtet, nur sehr selten “bewirbt” er das Unternehmen selbst. Die Zielgruppen entsprechen allen für das Unternehmen relevanten Kundengruppen, sowohl Bestands- als auch Neukunden. 

Was: Inhalte sind meist Produktvorteile, Kundennutzen, teilweise auch Preise. Seltener wird auch die Anwendung gezeigt, allerdings immer mit werbendem Aspekt und nicht zu Informationszwecken. Dazu gibt es:

Informationsfilme & Erklärvideos

Informations- oder Erklärvideos dienen der Information und Wissensbildung, beispielsweise der Visualisierung komplizierter Sachverhalte.

Was: Am bekanntesten sind animierte Erklärvideos, zum Beispiel die vor einiger Zeit beliebten Papierlegetrick-Videos von Simpleshow. Aber Informationsfilme und auch Erklärvideos können auch realgefilmt werden, also mit echten Menschen inszeniert. Wie überall kommt es hier auf Ihre Ziele und Ihr Budget an.

Wer: Hauptzielgruppe von Informations- und Erklärfilmen sind einerseits Mitarbeiter, zum Beispiel im Rahmen von Schulungen, Weiterbildungen und Onboarding-Maßnahmen. Andererseits lassen sie sich gut für Bestandskunden einsetzen, etwa als Tutorials im Rahmen des Kundenservices. Für Neukunden sind Erklärvideos nur selten geeignet.

Wann: Erklärvideos und Informationsfilme kommen hauptsächlich zu Schulungszwecken zum Einsatz. Auch Tutorials und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zählen dazu. Sie eignen sich immer dann, wenn erklärungsbedürftige Produkte möglichst einfach dargestellt werden sollen.

Wo: Schulungsfilme werden hauptsächlich im Internet eingesetzt, je nach Branche und Zweck entweder frei zugänglich auf dem Youtube Kanal oder der Webseite des Unternehmens, oder in einem zugangsbeschränkten Bereich für Bestandskunden, etwa einem Wiki. Auch vor Ort werden sie häufig gezeigt, zum Beispiel bei Schulungen.

Filme für die interne Kommunikation

Filme für die interne Kommunikation richten sich an die spezielle Zielgruppe der bestehenden Mitarbeiter, z.B. zu Schulungs-, Motivations- oder Teambuilding-Zwecken.

Was: Filme für die interne Kommunikation können sowohl Imagefilm, Erklärvideo als auch Eventvideo sein, haben aber gezielt eine interne und fachkundige Zielgruppe. Beliebt sind Begleitungen interner Schulungen oder Events, Aufbereitung von Informationen oder Ergänzung von Versammlungen und Präsentationen.

Wer: Hauptzielgruppe sind eigene Mitarbeiter und bestehende interne Anspruchsgruppen. Daher sind die Inhalte häufig fachspezifischer und es können offener Zahlen, Daten oder andere Betriebsgeheimnisse kommuniziert werden. 

Wann: Filme für die interne Kommuikation sind besonders dann beliebt, wenn interne Umstrukturierungen anstehen, ein Wechsel der Unternehmenskultur oder ein wichtiges Ereignis der Firmengeschichte.

Wo: Filme zur internen Kommunikation werden hauptsächlich vor Ort gezeigt, also “live” während Veranstaltungen, Schulungen oder Gesprächen. Häufig werden sie auch im Intranet zur Verfügung gestellt, zum Beispiel als Wiki.

Recruiting Filme für Employer Branding

Recruiting Filme sind nach extern gerichtete Imagefilme speziell für die Zielgruppe der Bewerber und potenziellen Mitarbeiter.

Was: Recruiting Filme sind Teil des Personalmarketing, fallen also in den Zuständigkeits- (und Budget-)Bereich der Personalabteilung, nicht des Marketings oder Vertriebs. Als Teil des Employer Branding wollen sie wie ein Imagefilm ein Image aufbauen und fördern, allerdings für eine sehr spezielle Zielgruppe:

Wer: Recruiting Filme konzentrieren sich auf die Zielgruppe der Bewerber und potenziellen Mitarbeiter. Dabei können sowohl Azubis als auch Fachkräfte und sogar Führungskräfte angesprochen werden. Häufig empfehlen sich aber einzelne Filme für unterschiedliche Zielgruppen.

Wann: In Zeiten von Fachkräftemangel und War for Talents lohnen sich Recruiting Filme für fast jedes Unternehmen. Tatsächlich sind Recruiting Filme der Imagefilm-Trend 2020. Spätestens, wenn die eigene Employer Brand überarbeitet oder ein eigenes Bewerberportal aufgebaut wird, sollten Recruiting Videos mit aufgenommen werden.

Wo: Recruiting Filme werden hauptsächlich auf der eigenen Webseite gezeigt. Idealerweise auf dem Bewerberportal (falls vorhanden), alternativ auf der Karriere-Seite oder bei den Stellenanzeigen. Zusätzlich bieten einige Jobportale die Möglichkeit, Videos einzustellen (teilweise gegen Aufpreis).

Messe- und Eventfilme

Messe- und Eventfilme dienen als Ergänzung eines Messe-Auftritts bzw. Events.

Was: Ich fasse Messe- und Eventfilme an dieser Stelle zusammen, aber sie unterscheiden sich hinsichtlich der Art des Events: Während ein Messefilm gezielt für einen Messestand produziert wird (und beispielsweise ohne Ton und auch im Vorbeigehen funktionieren muss), behandelt ein Eventfilm eine beliebige Veranstaltung.

Beide Varianten können auf drei verschiedene Weisen eingesetzt werden: Im Vorfeld zur Teilnehmerakquise/Bekanntmachung; auf dem Event als multimedialer Eyecatcher; und im Nachgang zur PR.

Wer: Hauptzielgruppe für Messe- und Eventfilme sind alle Teilnehmer und potenzielle Teilnehmer, sowohl im Vorfeld, vor Ort als auch im Nachgang. Messe- und Eventfilme können Aufmerksamkeit erregen, unterhalten und das Ambiente für die Nachbereitung einfangen.

Wann: Sie ahnen es: Messe- und Eventfilme werden immer begleitend zu einem Event oder einer Messe produziert. Es lohnt sich, bereits frühzeitig Budget dafür einzuplanen, weil das Event bzw. der Messestand durch einen Film eine längere Lebensdauer hat, damit länger verwertet werden kann und letztendlich einen besseren ROI erreicht.

Wo: Klar – Messe- und Eventfilme können auf dem Event bzw. Messestand selbst eingesetzt werden. Im Vorfeld und Nachgang werden die Filme gerne auf der Eventseite im Internet gezeigt, zusätzlich natürlich auch auf sozialen Medien und Videoportalen wie Youtube.

Weitere Imagefilm Typen

Neben diesen gängigen Unternehmensfilm-Typen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Kategorien, die aber so spezifisch sind, dass die meisten Unternehmen sie nicht brauchen. Dazu zählen zum Beispiel Filme für besondere Einsatzgebiete, zum Beispiel Besucherfilme, oder Filme für spezielle Branchen wie Tourismusfilme oder Industriefilme.

 

Wann braucht mein Unternehmen einen Imagefilm? – Nutzen und Vorteile

Die Antwort eines guten Vertrieblers wäre nun: “Jedes Unternehmen braucht einen Imagefilm.”

Aber auch, wenn ich wirklich der Überzeugung bin, dass der Imagefilm für Mittelstand und KMU des 21. Jahrhunderts das ist, was die Webseite seit den 1990ern ist, so muss ich auch sagen:

Ein Imagefilm ist immer nur eine Ergänzung Ihres Marketings.

Wenn Sie noch keine Internetseite, Visitenkarten oder Firmenpräsentation haben, sollten Sie Ihr Budget und Augenmerk erst einmal auf diese Instrumente richten. Gleichzeitig gilt:

Ein Imagefilm ist ein hervorragendes Marketing-Instrument, um Probleme zu lösen.
Stagnierende Umsatz- und Kundenzahlen? Fehlende oder unqualifizierte Bewerbungen? Zu wenige Zugriffe auf die Webseite, obwohl Design und Inhalt klasse sind? Schwierigkeiten, Ihren USP zu kommunizieren?

Überall hier kann ein Imagefilm helfen. Denn ein Imagefilm ist – richtig und zielorientiert produziert – ein mächtiges Marketing-Instrument, und unglaublich vielseitig einsetzbar. Es gibt kaum einen Marketing-Kanal, auf dem ein Imagefilm keinen Mehrwert schafft.

Ein Imagefilm:

  • Steigert das Image. Er vermittelt Markenkern und Botschaften, lädt Ihre Marke emotional auf und kann Bestandskunden binden.
  • Generiert mehr Umsatz. Im Entscheidungsprozess kann er zu schnelleren Abschlüssen, höherer Conversion Rate und manchmal sogar zu höheren Preisen führen. Im Internet generiert er zudem mehr Reichweite und dadurch mehr Umsatz.
  • Erhöht die Bekanntheit. Auf Ihrer Webseite steigert er das Google Ranking, in sozialen Medien die Aufmerksamkeit für Ihre Marke. Und auf Messen kann er Besucher zu Ihrem Stand ziehen.
  • Senkt Kosten. Gewinnmaximierung kann auch durch Kostensenkung erfolgen. Ein Imagefilm kann den Support entlasten, effizient Mitarbeiter schulen oder den Vertriebsaufwand senken.
 

Wo können wir den Imagefilm einsetzen?

Ein Imagefilm ist ein mächtiges und universell einsetzbares Marketing-Werkzeug. Aber auch das Einzige? Überhaupt nicht, ganz im Gegenteil: Ich glaube, dass ein guter Marketing-Mix genau das ist: Ein Mix. Aus analogen und digitalen Mitteln, aus Text und Bild, aus Erlebnis und Information.

Vielleicht schmunzeln Sie gerade, denn Sie wissen jetzt, dass der Imagefilm all diese Bereiche abdecken kann. Genau deswegen ist er so stark.

Dabei will der Imagefilm bestehende Marketing-Instrumente wie Homepage, Printprodukte, Social Media oder Messen nicht ersetzen, sondern ist vielmehr das fehlende Element, das Ihre Marketing-Aktivitäten noch profitabler macht. Hier einige Beispiele, wo Sie Ihren Imagefilm einsetzen können:

  1. Online Medien
    • Eigene Webseite
    • Social Media (Facebook, Youtube, Instagram)
    • Externe Portale
  2. Live Kommunikation
    • Messen
    • Kunden Events
    • Firmenfeier
    • Empfangsbereich
  3. Printmedien
  4. Kampagnen

Imagefilm und Online Medien

Online Medien, also Internet und Social Media, sind quasi das digitale Heimspielfeld des Imagefilms. Bestimmt haben Sie schon häufig Imagefilme auf Firmen-Homepages und Produktwebseiten gesehen, Erklärvideos auf YouTube und Werbefilme auf Facebook & Co. Vielleicht haben Sie selbst sogar schon das ein oder andere Video „online“.

Nicht umsonst prognostizieren die Online-Experten von SmallBizTrends, dass Videos im Jahr 2019 rund 80% des globalen Internet Traffics ausmachen. (Natürlich sind hierin auch alle Katzen-, Spaß- und Lernvideos enthalten.)

Aber auch für Unternehmen sind die Aussichten positiv: Firmen-Homepages mit Video Content erhalten bis zu 41% mehr Besucher von Google und auf Landingpages wie Unbounce erhöhen Videos die Conversion Rate (z.B. Kontaktanfragen) um bis zu 80%.

In Newslettern können Videos die Klickrate laut Hubspot sogar um bis zu 300% erhöhen.

Fakt ist, dass Ihre Online Präsenz der einzige Messestand auf der Welt ist, der 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag an jedem Ort der Welt gleichzeitig geöffnet hat. Für jeden.

Zusammengefasst in Zahlen:

  • Bis zu 41% mehr Traffic von Google auf Webseiten
  • Potenziell bis zu 300% mehr Klicks in Newslettern
  • Bis zu 80% mehr Conversion Rate auf Landingpages

Imagefilm und Live Kommunikation (Messen & Events)

Live Kommunikation – also Events, Messen und Ihre eigenen Räumlichkeiten – ist die beste Möglichkeit für Kunden, um Ihr Produkt und Unternehmen hautnah zu erleben. Auf Bildschirmen oder Leinwänden können Sie einen Image-, Werbe- oder Produktfilm in stummer Dauerschleife laufen lassen. Oder besser noch: Einen spektakulären Zusammenschnitt von Bildern, die Ihre Besucher fühlen lassen, wofür Ihr Unternehmen und Ihre Marke steht.

Kleiner und persönlicher: Sie können auch Ihre Kundenberater vor Ort auf Tablets Vertriebs- oder Produktfilme zeigen lassen, die Kundennutzen und Alleinstellungsmerkmal präzise auf den Punkt bringen und der ideale Gesprächseinstieg sind. Oder nutzen Sie Film als Teil einer interaktiven User Experience, mit denen Besucher tief in Ihre Marke eintauchen und mit Ihrem Unternehmen interagieren können.

Alternativ oder zusätzlich können Sie die Messe oder das Event filmisch begleiten. Das hat neben den oben beschriebenen Boni den Vorteil des Glamour-Faktors: Sobald Menschen eine Kamera sehen, denken sie an Hollywood und Fernsehen. Das ist toll! Ist eine Kamera vor Ort, fühlen sich Ihre Besucher ernstgenommen, wichtig, ja – fast wie Stars. Eine positive Erfahrung, die mit Ihrer Marke verknüpft wird. Klasse, oder?

  • Aufmerksamkeitsstark auf Bildschirmen und Leinwänden
  • Persönlich im Einzelgespräch
  • Wertschätzend als Event-Dokumentation

Imagefilm und Printprodukte

Auch wenn – oder gerade weil – die Welt im Jahr 2019 größtenteils digital ist (– und, weil das Verteilen von kostenlosen iPads einfach keine wirtschaftliche Lösung ist –), muss es manchmal einfach eine Broschüre oder ein Flyer sein: Aus hochwertigem Papier, vielleicht mit edler Prägung oder in ausgefallenem Format, etwas zum Anfassen und Herumzeigen. 

Auch hier können Sie einen Imagefilm crossmedial einbinden, zum Beispiel über einen QR-Code oder Link auf eine Landingpage im Internet. Denn:

Laut einer Studie erinnern sich nur 10% aller Menschen an Botschaften oder Informationen, die sie gelesen haben, aber 95%, wenn sie die Botschaft in einem Video gesehen haben
(Quelle: Wirebuzz).

Unternehmensfilme und Printprodukte lassen sich zum Beispiel auf diese Arten kombinieren:

  • im Katalog mit Link zum Produktvideo
  • auf der Einladungskarte mit Link zum letzten Eventfilm
  • in der Unternehmensbroschüre neben dem Porträt mit Link zum Imagefilm
  • in der Anleitung oder Auftragsbestätigung mit Link zum Tutorialvideo

Wie viel kostet ein Imagefilm?

Die Frage aller Fragen: Wie viel kostet ein Imagefilm.

Eine schnelle Google-Recherche fördert allerlei Angebote und Zahlen zu Tage, von wenigen Tausend bis zu mehreren Hunderttausend Euro. Gerade diese große Bandbreite lässt Sie als Unternehmer oder Marketeer vermutlich noch ahnungsloser zurück als vorher.

Ja, es ist kompliziert. So kompliziert, dass ich darüber ausführlich in einem eigenen Artikel schreibe:

An dieser Stelle lediglich die wichtigsten Informationen:

  • Ein Imagefilm ist selten ein festes Produkt und immer eine individuelle Dienstleistung.
  • Die Kosten hängen ab von Ihrem Ziel, Ihrer Zielgruppe und Ihrem Budget.
  • Es gibt vier Kostenstellen: Vorproduktion, Dreharbeiten, Postproduktion und Gagen/Lizenzen.
  • Faustregel: Je dokumentarischer, desto günstiger (aber desto weniger Planungssicherheit für Sie).
  • Die meisten Imagefilme kosten zwischen 10.000 und 80.000 Euro.

Häufig sind Imagefilme Marketing-Großprojekte, die nur alle paar Jahre oder zu besonderen Anlässen eingesetzt und für die Sonderbudgets oder kumulierte Einzelbudgets freigegeben werden.

Wichtig ist aber nicht, wie viel der Film kostet. Sondern wie viel Sie mit ihm verdienen können – oder einsparen, je nachdem, wie Sie ihn einsetzen.
 

ROI – Lohnt sich ein Imagefilm?

Imagefilme sind eine investive Marketing-Maßnahme. Das bedeutet, sie kosten nicht nur Geld, sie verdienen auch Geld – oder sparen es ein, je nachdem. Jede Marketing-Maßnahme dient am Ende dazu, Ihren Umsatz zu erhöhen. Sei es durch mehr Absatz, besseres Image und damit höhere Preise, leichteres Upselling an Bestandskunden oder mehr Neukunden. Einfach: Mehr Umsatz. 

Dieses Thema ist sogar so spannend, dass ich es in einem eigenen Artikel behandle:

Hier daher lediglich ein paar Gedanken zu den zwei wichtigsten ROI Themen:

  1. Mehr Umsatz durch Film
  2. Weniger Kosten durch Film 

Mehr Umsatz erreichen wir in der Regel durch mehr Absatz oder höhere Preise. Davon: Mehr Absatz durch mehr Reichweite in den relevanten Kanälen. Und höhere Preise können wir mit besserer Qualität, einem stärkeren Markennamen oder größerer Erfahrung rechtfertigen.

Überprüfen Sie, ob ein Imagefilm Ihnen mehr Reichweite und Aufmerksamkeit in Ihren Kanälen verschaffen kann, und/oder, ob ein Imagefilm Ihnen helfen kann, Ihre preisrelevanten Qualitätsmerkmale zu kommunizieren. Falls ja, kann Ihnen ein Imagefilm zu mehr Umsatz verhelfen.

Weniger Kosten erreichen wir durch weniger Zeiteinsatz. Zum Beispiel, indem unsere Außendienstmitarbeiter weniger Aufklärung leisten müssen, schnellere Entscheidungen herbeiführen können und mehr Termine wahrnehmen können. Oder, indem unser Support und Kundendienst entlastet wird. Wir können auch unsere Mitarbeiter weiter und schneller qualifizieren, indem wir sie effizienter schulen.

Überprüfen Sie, ob ein Imagefilm Ihrem Vertrieb, Personalmarketing, Außendienst oder Support helfen kann, Zeit zu sparen und effizienter zu arbeiten. Falls ja, können Sie mit einem Imagefilm Kosten sparen.

 

Kosten sparen beim Imagefilm?

Das klingt alles super, sagen Sie? Aber können wir da nicht irgendwie Kosten sparen? Den Film irgendwie günstig machen oder sogar selbst?

Die gute Nachricht: Ja, Sie können Kosten sparen. Denn wie bei jeder guten Dienstleistung können Sie auch beim Imagefilm zu einem Teil mitbestimmen, wie teuer das Ganze wird. Dabei dürfen Sie natürlich keine Wunder erwarten, denn Film ist zwar irgendwie magisch, aber zaubern können Filmproduktionen trotzdem nicht. Am besten machen Sie einfach einen unverbindlichen Beratungstermin mit der Filmproduktion Ihres Vertrauens aus.

Zum Beispiel gibt es Imagefilme zum Festpreis. Wenn Sie dabei Vorsicht walten lassen und eine gute Wahl treffen, könnte das eine Einstiegsvariante für Sie sein:

Die schlechte Nachricht: Imagefilm selber machen ist so eine Sache … Zugegeben, professionelle Kameras werden immer günstiger und gute Schnittprogramme gibt es teilweise schon umsonst. Wir wissen alle ungefähr, welche Kinofilme uns gefallen, unsere Azubis sind super kreativ – und einen Bekannten oder Neffen, der eine Videokamera und ein Macbook hat, haben wir auch. Sollten Sie Ihren Imagefilm deswegen selbst machen?

Ich sage es mal so: Ich bin einigermaßen begabt mit der Schere und weiß, welche Frisuren mir gefallen. Deswegen würde ich mir nicht selbst die Haare schneiden oder meine Mutter darum bitten – erst recht nicht, wenn ich mit meiner Frisur Geld verdienen will. Was ich sagen will:

Professionelle Dienstleistungen gehören in professionelle Hände. Und Filmemachen ist ein Handwerk.

Es stimmt: Filmemachen ist viel Kreativität, Leidenschaft und Talent. Aber insbesondere, wenn es um Imagefilme für Unternehmen geht, ist Filmemachen vor allem ein Handwerk. Und das sollten Sie in professionelle Hände geben.

 

Wer produziert Imagefilme – Filmproduktion oder Agentur?

Imagefilme gehören zu den Mediendienstleistungen und werden von drei Typen von Dienstleistern produziert:

  1. Filmproduktion
  2. Werbeagentur
  3. Videograf

Filmproduktion

Der ideale Ansprechpartner für Imagefilme ist eine Filmproduktion. Sie ist die koordinierende und ausführende Instanz, also sowohl handwerklich kreativ als auch professionell organisiert. Sie kümmert sich um die Umsetzung der einzelnen Produktionsabschnitte (siehe Auflistung oben bei „Kosten“), und ist gleichzeitig Ihr fachlich kompetenter Ansprechpartner aus einer Hand. Full-Service also.

Bei einer Filmproduktion profitieren Sie von dem hohem kreativ-künstlerischem Know-How, das alle Filmschaffenden haben, können sich aber gleichzeitig auf professionelle Strukturen, Kundenorientierung und Beratung verlassen. 

Das gibt Ihnen Sicherheit und einen festen Ansprechpartner auf Augenhöhe. Zusammengefasst: sehr großes filmisches Handwerkskönnen, kreatives Geschick und Professionalität. Mit etwas Glück versteht die Filmproduktion auch etwas von Marketing und kann Sie auf Augenhöhe beraten. (Das ist aber nicht selbstverständlich.)

Werbeagentur

Viele Werbeagenturen bieten mittlerweile auch Imagefilme an. In den allermeisten Fällen in Kooperation mit Filmproduktionen, selten auch mit eigener In-House Unit.

Der Vorteil von Werbeagenturen ist, dass sie Profis in Werbung und Marketing sind und darüber hinaus die täglichen Begleiter von Unternehmen. Sie kennen Ihre Marketingmaßnahmen und wissen, was zu Ihnen passt.

Was Werbeagenturen allerdings fehlt, ist das filmische Handwerk. Film ist ein eigenes Teilgebiet im Marketing und genauso eine zu meisternde Profession wie Fensterbau innerhalb des Handwerks oder Metallogie innerhalb der Industrie.

Wenn Sie bereits eine Werbeagentur haben, fragen Sie diese nach Imagefilmen. Eine seriöse Agentur wird Ihnen eine Filmproduktion empfehlen oder das Projekt gemeinsam mit Ihnen betreuen. Vielleicht treffen wir uns ja über diesen Weg! Und falls nicht, können Sie jederzeit unabhängig von Ihrer Werbeagentur eine Filmproduktion beauftragen.

Videografen und Freelancer

Freelancer sind das Herzstück des Filmemachens, die kreativen Handwerker, bei denen sich filmisches Können mit natürlicher Kreativität paart. Ohne sie läuft einfach nichts und es gibt wenige Imagefilme, an denen nicht zumindest ein Freelancer partizipiert – auch bei uns.

Alternativ zu einer Filmproduktion oder Werbeagentur können Sie auch einen Videografen oder Freelancer für Ihren Imagefilm beauftragen. Das Ergebnis ist meistens gut und vor allem günstig. Allerdings müssen Sie zwei Dinge beachten: Qualität und Professionalität.

Zwar stimmen Kreativität und das filmische Handwerk hier meistens, aber Videografen und Freelancer sind in der Regel Ein-Mann-Armeen. Qualitätssicherung, Prozessstandards und professionelle Betreuung stehen meistens hinter der Kreativität zurück.

So kann es beispielsweise sein, dass ein Videograf Ihren Liefertermin nicht einhalten kann oder bestimmte Bereiche schlichtweg nicht liefern oder stemmen kann. Selten habe ich auch bereits erlebt, dass ein Projekt niemals fertiggestellt wurde, aber das ist eher die Ausnahme.

Auch kümmern sich Videografen seltener um Planung und Vertragsmanagement, etwa bei Drehgenehmigungen, Aufstiegserlaubnis für Luftaufnahmen oder Rechteabtretungen.

Ein Hinweis zur KSK (Künstlersozialkasse): Diese Abgabe zur Rentenversicherung fällt in Deutschland auf alle Leistungen von freischaffenden Künstlern an. Darunter fallen beispielsweise Fotografen, Designer, Texter, Journalisten und Filmemacher. Und zwar automatisch am Jahresende, auf alle Rechnungen von Einzelunternehmern und Personengesellschaften (aktuell 4,2%), selbst, wenn der Rechnungssteller nicht Mitglied der KSK ist. Ausnahmen bilden Kapitalgesellschaften; auf deren Rechnungen fallen keine Abgaben an. 

 

Zusammengefasst sollten Sie bei der Auswahl Ihres Filmdienstleisters folgende fünf Dinge für sich selbst gewichten:

  1. Qualität: Genügen Professionalität, technische Ausstattung und Referenzen meinen Ansprüchen?
  2. Erfahrung: Passen die (Branchen-)Erfahrung und Referenzen zu meinen Zielen und Inhalten?
  3. Preis: Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis?
  4. Sicherheit: Kann ich mich auf den Dienstleister verlassen?
  5. Persönlichkeit: Bin ich auf Augenhöhe mit dem Dienstleister, habe ich ein gutes Bauchgefühl?

Fazit: Der Imagefilm als wichtiges Marketing-Instrument

Puh. Über 3.000 Worte, um zu erklären, was ein Imagefilm ist. Ich hoffe, ich konnte Ihnen den ein oder anderen Impuls geben, mit dem Sie direkt arbeiten können.

Zusammenfassen könnte man diesen Artikel wohl so:

  • Ein Imagefilm ist ein audiovisuelles Marketing-Instrument für Unternehmen, um ein positives Image zu vermitteln
  • Der Begriff Imagefilm wird auch synonym für jede Art von Unternehmensfilm verwendet, z.B. Werbefilm, Erklärvideo oder Eventfilm.
  • Die Kosten sind sehr variabel, liegen aber in der Regel zwischen 10.000 und 80.000 Euro. Es gibt auch Festpreise und günstige Varianten.
  • Imagefilme werden von Filmproduktionen, Werbeagenturen und Videografen erstellt.
  • Ein Imagefilm ist ein wichtiges Marketing-Instrument, aber er sollte bestehende Maßnahmen immer nur ergänzen.

Wenn ich etwas vergessen habe oder Sie weitere Fragen zum Thema Imagefilm und Filmproduktion für Unternehmen haben, schreiben Sie mir einfach eine Email, rufen Sie an oder nutzen Sie das Kontaktformular. Ich freue mich auf Sie und wünsche Ihnen viel Erfolg in Ihrem Marketing!

 

Wenn Sie sich tiefergehend mit dem Thema “Imagefilm” befassen möchten, empfehle ich Ihnen folgende Artikel:

  1. Imagefilm Kosten – Was kostet ein guter Imagefilm?
  2. Wo zeige ich meinen Imagefilm? So erreichen Sie die meisten Kunden
  3. Imagefilm Festpreis oder individuell? – Alle Vor- und Nachteile für Unternehmen
  4. Unternehmensporträt – Der professionelle Vorstellungsfilm
  5. Wann Sie KEINEN Imagefilm brauchen – 10 Beispiele

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